Arbeitgeber-Ranking Studenten mögen Gummibärchen

von Redaktion LZ
Freitag, 01. Mai 2015
Der Handel muss um seine Attraktivität bei Studenten kämpfen. Rewe und Lidl schaffen es 2015 nicht in das Arbeitgeberranking, das Trendence für die LZ erstellt. Edeka und Aldi Süd indes machen Boden gut. Markenartikler haben es beim Employer Branding leichter. Haribo landet einen Überraschungserfolg.
Haribo gibt den Shootingstar. Von Null auf den neunten Platz katapultiert sich das Unternehmen im diesjährigen Ranking der Lieblingsarbeitgeber branchenaffiner Studenten. Das stellt selbst den fulminanten Einstieg von Red Bull vor drei Jahren in den Schatten. Der Energiedrinkhersteller enterte damals aus dem Nichts den elften Platz.

"So überraschend kam das für uns nicht", sagt Jörn Klick, Senior Manager bei Trendence. Denn Haribo sei an Hochschulen und auf Karrieremessen sehr aktiv und für Absolventen erlebbar. "Es war also nur noch eine Frage der Zeit, bis es das Unternehmen unter die Top-Arbeitgeber Deutschlands schafft."

Die nächsten Jahre werden zeigen, ob es Haribo gelingt, sich dauerhaft bei der Zielgruppe als attraktive Jobadresse zu positionieren. Red Bull und dm zeigen, wie es geht: Mit Platz sieben und 19 zählen beide Unternehmen in diesem Jahr erneut zu den begehrten Arbeitgebern der Zielgruppe.

dm bleibt eine beliebte Handelsadresse

 

Abgesehen von Ikea ist dm 2015 wieder der beliebteste Händler der branchenaffinen Studenten. In der ungefilterten Business-Liste schieben sich die Karlsruher sogar an Amazon vorbei an die Spitze des Retail-Umfelds (Platz 27). Fast gleichauf liegen in der Sonderauswertung diesmal die Otto Group (Platz 25) und ihr mächtiger Gegenspieler Amazon (26).

Mit Platz 28 schafft Edeka erstmals den Sprung in die Top-Liste. "Vor allem die Männer haben das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber für sich entdeckt", begründet Klick. Der Händler kann 2015 doppelt so viele Männer von sich überzeugen wie im vergangenen Jahr.

In der Gesamterhebung meldet sich Edeka mit Platz 78 unter den hundert Besten zu Wort und überholt Lidl. Dort kann auch Rewe punkten: Die Kölner erreichen mit Rang 61 ihr bislang bestes Ergebnis. Für eine Platzierung in den Top 30 der Sonderauswertung allerdings reicht es 2015 nicht.

Auch Lidl taucht dort diesmal nicht auf, nachdem der Discounter im vergangenen Jahr auf Platz 29 zurückgekehrt war. Im Gesamtranking fällt Lidl von 78 auf 96. Gegenläufig der Trend beim Erzrivalen: Aldi Süd meldet sich in der Sonderauswertung zurück – wenn auch auf dem letzten Platz – und klettert von 70 auf 56 im Gesamtranking.

"Der Discounter kommuniziert sehr spitz, verfolgt eine klare Linie in der Ansprache junger Talente und zieht damit einen ganz speziellen Typus Bewerber an: den Karrieristen", erklärt Klick den Erfolg.

 

(C. Düthmann)

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