YBF bei Ritter Sport Young Business Factory im Zeichen des Quadrats

Donnerstag, 28. April 2016
 Marketing-Geschäftsführer Jürgen Hermann und seine Geschäftsführungskollegen stellten sich den Fragen der YBF-Teilnehmer.
T. Fedra
Marketing-Geschäftsführer Jürgen Hermann und seine Geschäftsführungskollegen stellten sich den Fragen der YBF-Teilnehmer.
Bei der YBF bekommen die Teilnehmer einen Einblick in die Erfolgsgeschichte von Ritter Sport, tauschen sich aus und knüpfen neue Kontakte.

Ganz im Zeichen des Quadrats stand die jüngste Young Business Factory (YBF) der Lebensmittel Zeitung: Rund 60 Teilnehmer trafen sich in der vergangenen Woche bei Ritter Sport in Waldenbuch. Bereits zum Auftakt im Ritter-Sport-Museum, in dem vom Gebäude bis zu den Kunstwerken ebenfalls alles quadratisch ist, gab es reichlich Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch unter den Nachwuchs-Führungskräften aus Handel und Industrie, die aus ganz Deutschland angereist waren. Der Vorstand mit Andreas Ronken an der Spitze erläuterte aktuelle Strategien wie auch die Geschichte des schwäbischen Familienunternehmens.

Ritter Sport hat es 2015 mit einem Marktanteil von 28,6 Prozent zum ersten Mal in der Firmengeschichte auf Platz eins in Deutschland geschafft. Die aktuelle Einführung der "Nuss Klasse" mit einer neuen Preisstrategie könne zwar zu einer vorrüber gehenden Umsatzdelle führen, hat man in Waldenbuch kalkuliert, langfristig sieht sich das Unternehmen mit der gleichzeitigen Qualitätsoffensive aber auf dem richtigen Weg.

"Es war ein spannendes Programm mit sehr interessanten Teilnehmern und ein guter Austausch mit gleichaltrigen Kollegen", sagt Evelin Schröder, Brand Manager Promotions bei Tchibo, die auch die Offenheit der Gastgeber positiv erwähnt. Ein Eindruck, den zahlreiche weitere Teilnehmer teilen und der das umfangreiche Vortragsprogramm auf den Punkt bringt.

Die Vertriebsvorstände Thomas Mönkemöller und Olaf Wilcke schilderten unter dem Motto "Nicht ruhen, bis die Welt quadratisch ist" ihre Vermarktungsstrategie für die bunten Schokoquadrate in Deutschland und auf dem weltweiten Markt. Hauke Will und Timm Hoppe, Sproß aus der Eigentümerfamilie Ritter, erläuterten, wie sie langfristig 30 Prozent des Kakaobedarfs aus eigener Produktion decken und bis 2025 vollständig auf nachhaltig produzierten Kakao umstellen wollen.

YBF-Termine im Herbst

Für die zweite Jahreshälfte 2016 plant die Lebensmittel Zeitung drei weitere Workshops der Young Business Factory:

  • Am 30./31. August: "Lust auf Zukunft" bei Nestlé Deutschland in Frankfurt
  • im Herbst:  YBF zu Gast bei Depot, dem Filialisten für Wohnaccessiores und Deko-Artikel*
  • Ende des Jahres: YBF-Workshop bei der dfv-Mediengruppe über "Supertrends im Handel"*
*genaue Termine folgen
Jürgen Herrmann, im Vorstand für das Marketing zuständig, stellte die erfolgreichen Werbekampagnen für Ritter Sport vor, so etwa auf großen deutschen Bahnhöfen. Auch er zeigt sich mit dem Verlauf der YBF in seinem Haus sehr zufrieden: "Wir waren selbst oft als Gäste dabei, jetzt wollten wir einmal etwas davon zurückgeben. Das ist einfach eine gute Sache, die wir gerne unterstützen."

Für einen Perspektivenwechsel sorgte Globus-Geschäftsführerin Petra Schäfter, die dem Hersteller wie auch den Zuhörern mit klaren Worten beschrieb, was sie als Händler von ihren Lieferanten erwartet: "Frühzeitige Information über neue Aktionen und Marktstrategien."

Von Waldenbuch in die Welt

Nicht fehlen durfte bei der YBF natürlich eine Besichtigung des Werks, in dem jedes Jahr mehr als 80.000 Tonnen Schokolade vom Band laufen. Je nach Sorte bis zu 50 Minuten und über mehrere Stockwerke ist eine Tafel Ritter Sport in der Produktionsstraße unterwegs, bis sie von der typischen Knickverpackung umhüllt in einen Karton wandert. Jedes einzelne der in mehr als 100 Ländern der Welt verkauften Schokoquadrate stammt aus dem Werk in Waldenbuch.

"Was hier so an Tafeln vom Band fließt, ist schon beeindruckend", sagt Alexander Sonntag, Key-Account-Manager beim Lübecker Marzipanhersteller Niederegger. Auch das Konzept der eigenen Kakaoplantage, die Ritter Sport in Nicaragua aufbaut, fand der YBF-Teilnehmer spannend. "In den Vorträgen hat man gemerkt, wie viel Herzblut da drin steckt. Es geht nicht nur um Profit", meint Sonntag. (dak/sb)

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats