Funkgeld Funkgeld kommt aufs Handy


LZnet. In Oslo testen der Finanzdienstleister DnB Nor, der Mobilfunkbetreiber Telenor, der Technologiekonzern Giesecke & Devrient sowie der Kreditkartenanbieter Mastercard seit zwei Wochen ein neues Handy-Bezahlsystem auf Basis der Nahfunktechnik Near Field Communication, kurz NFC. Damit lassen sich Daten über kurze Entfernungen austauschen – etwa vom Mobiltelefon auf ein Lesegerät am POS.Feldversuch Funkgeld#/ZT#Dazu wurden 250 Osloer mit Samsung-Smartphones ausgestattet, die den Kurzstreckenfunk unterstützen und eine personalisierte SIM-Karte mit Bezahlanwendung enthalten. Die Handy-Geldbörse können die Verbraucher in den kommenden Monaten in den Kaffeebars von Kaffebrenneriet, in Filialen der Kosmetikkette Vita und in Restaurants der Deli-de-Luca-Gruppe zücken. Das Mobiltelefon wird dabei an ein Bezahlterminal gehalten, der Rechnungsbetrag wird anschließend über die Mastercard des Kunden abgebucht.Deutschland macht mobil#/ZT#Auch in Deutschland geht es – langsam – voran mit dem digitalen Brieftaschen-Ersatz. "Bisher ist der breite Praxiseinsatz an der kritischen Masse an verfügbaren NFC-fähigen Mobiltelefonen gescheitert. Mit der Zunahme von Smartphones und mobilen Breitbandanwendungen ist Bewegung in den Markt gekommen", sagt Willem Bulthuis von Giesecke & Devrient. Technisch gesehen stehe der zeitnahen Einführung von NFC-fähigen SIM-Karten in Deutschland nichts im Wege. Wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz von NFC-Services sei jedoch die zügige Einführung einer Kontaktlos-Infrastruktur am POS.Mobilfunker wollen NFC bis 2012 an den POS bringen#/ZT#Am Handy-Geld arbeiten derzeit auch die drei großen Mobilfunkanbieter Deutschlands, die Telekom, Vodafone und Telefónica Germany (O2). Im Rahmen des gemeinsamen Mobile-Payment-Projekts M-Pass wollen die Netzbetreiber das Zahlen per NFC-fähigem Handy bis voraussichtlich Anfang 2012 an den POS bringen. Parallel dazu soll M-Pass mit einer NFC-Sticker-Lösung an den Start gehen, die es auch Verbrauchern ohne NFC-fähiges Endgerät ermöglicht, am POS zu zahlen. Welche Handelsfilialisten, Banken und Kreditkartenanbieter mit an Bord sein werden, steht noch nicht fest. Momentan führe man mit "großen Marktteilnehmern" intensive Gespräche, berichtet Michael Kurz von Telefónica Germany.Mobile Wallet: Loyalty, Couponing & Co.#/ZT#Darüber hinaus werkeln die Unternehmen an jeweils eigenen Mobile-Wallet-Lösungen, bei denen das Handy-Bezahlen im stationären Handel nur ein Service von vielen ist. Weitere Mehrwertdienste könnten unter anderem Loyalty-Programme, Couponing und Ticketing sein, so Jochen Bornemann von Vodafone. Am weitesten scheint hier die Deutsche Telekom zu sein: Die mobile Brieftasche der Bonner soll bereits Ende des Jahres in Polen sowie im nächsten Jahr in Deutschland zum Einsatz kommen.Chancen für den Einzelhandel#/ZT#Dass der Einzelhandel davon profitieren kann, da sind sich die Netzbetreiber einig. "Für den Handel bietet sich die Chance, den Bezahlvorgang für den Kunden zu vereinfachen und zu beschleunigen. Perspektivisch können personalisierte Loyalty-Programme realisiert und die hohen Kosten für das teure Cash-Handling reduziert werden", meint Telekom-Manager Stefan Eulgem.

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