Edeka Edeka setzt auf weiße Fleischkiste


LZnet. Edeka trimmt die logistischen Abläufe auf Effizienz. Im Fleischwerk der Edeka Südwest in Rheinstetten kommt erstmalig ein neuer Ladungsträger zum Einsatz. Mit eindeutiger Codierung und stabilem Boden ist die weiße Mehrwegkiste tauglich für hochtechnisierte Anlagen. Der Behälter soll sich als Standard-Ladungsträger gruppenweit etablieren. 
Weiß statt rot#/ZT#Der „E-Performance-Behälter“ ist weiß, kräftig gebaut und über zwei verschiedene Barcode-Typen (GS1 Data-Matrix und GS1 128) auf allen vier Seiten eindeutig identifizierbar. Die neue starre Fleischkiste, die Edeka Südwest gemeinsam mit GS1 Germany in einem mehrjährigen Projekt entwickelt hat, soll die klassische rote Box ersetzen.
Vorteil für Rückverfolgbarkeit#/ZT#Über die an jedem Container angebrachten Codes – das Etikett ist fest eingebrannt – kann dieser eindeutig identifiziert werden und ist für automatische Scan- und Leseprozesse geeignet. Bei der Befüllung werden die Artikeldaten mit der Nummer der Box „verheiratet“, die entsprechenden Daten in Warenwirtschaft- und Lagersystemen gespeichert. Damit lässt sich an jedem Punkt der Lieferkette sagen, was sich in der Kiste befindet. „Die verbesserte Stabilität durch den verstärkten Boden und die Rückverfolgbarkeit sind die wichtigsten Vorteile“, heißt es bei Edeka.
Jeder kann Lizenz erwerben#/ZT#
Die Schweizer Firma Utz, die gemeinsam mit Migros eine Mehrweg-Transport-Box für Bananen entwickelt hat und auch deutsche Händler wie dm und Kaufland zu den Kunden zählt, produziert den Ladungsträger für Edeka. Auch andere Hersteller von Kunstoffbehältern können eine Lizenz für die Produktion erwerben.
Nur bestes Material#/ZT#Um die Qualität zu gewährleisten, gibt es dazu ein vorgegebenes Anforderungsprofil. Wichtigste Spezifikation dabei: Es darf nur neues PE-Rohmaterial für die Produktion verwendet werden. Mit der weißen Farbe will Edeka sicherstellen, dass kein mit Schadstoffen belasteter Recycling-Kunststoff verwendet wird. Dass bei der roten Kiste, die weltweit hergestellt wird, Material verschiedenster Herkunft einfließt, ist der Branche als Problem bekannt.
Vision der Branchenlösung#/ZT#
Geht es nach den Plänen der Logistikstrategen der Hamburger Zentrale, wird sich die neue Lösung als Standard-Warenträger innerhalb der Edeka-Gruppe und im zweiten Schritt sogar als neue Branchenlösung etablieren. Edeka „erwartet“, so die vorsichtige Formulierung, „dass der neue Behälter auch über die Grenzen des Unternehmensverbundes hinaus in der fleisch- und wurstverarbeitenden Industrie Einsatz finden wird“. Details zur Einführung der Mehrweg-Box, die im neuen Fleischwerk der Edeka Südwest verwendet wird, waren aus Hamburg nicht zu erfahren.
"Die Idee ist gut"#/ZT#Überrascht von der neuen Lösung zeigen sich die Lieferpartner der Edeka. „Die Idee einer Edeka-einheitlichen und identifizierbaren Transport-Box ist gut. Nur wer bringt die Kiste in den Markt“, so ein Fleischverarbeiter. Die Lieferanten beklagen die Vielfalt der Transportverpackungen innerhalb der Edeka-Gruppe. Die Vorteile der Codierung für die Rückverfolgung und den elektronischen Datenaustausch werden auch auf Seiten der Hersteller gesehen.

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