Intersnack will an den Grill
Neue Chips-Sorten für andere Verwendungsanlässe – Produktionslinie für Neueinführung errichtet
Intersnack-Chef Roland Stroese
Foto: Richter
LZnet/itz. Nach drei Jahren Abstinenz ist Knabberspezialist Intersnack zurück in den Hallen der KoelnMesse. "Für uns ist die Messe eine gute Gelegenheit, dem Kunden unseren neuen Auftritt zu präsentieren", so Intersnack-Chef Roland Stroese.
Mit einem neuen Firmenlogo, einem Baum mit vier Ästen, will der Konzern europaweit einheitlich seine vier Geschäftssegmente sowie den Fokus auf Nachhaltigkeit verdeutlichen.
Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Kölner ist beispielsweise der langfristige Vertragsanbau bei Kartoffeln. So verwendet Intersnack etwa für seine Produktinnovation "Kessel Chips" ausschließlich Erzeugnisse von deutschen Vertragsbauern.
Größer und krosser als herkömmliche Chips soll die neue Produktlinie sein, die ab Mai in drei Geschmacksrichtungen im Einzelhandel erhältlich ist. Gewisse Ähnlichkeiten der Innovation mit dem britischen Wettbewerberprodukt Kettle Chips sind vermutlich rein zufällig.
Für die Herstellung wird eine neue Technologie eingesetzt: Die Chips werden bei geringerer Temperatur in einem neuartigen Verfahren geröstet. Dafür wurde eigens in eine neue Produktionslinie investiert.
Mit einer anderen Innovation plant Stroese den verstärkten Vorstoß in die Zweitplatzierungen des Handels: Mit BBQ-Geschmacksrichtungen bei Funny-Frisch Chipsfrisch und Chio Tortilla Chips will Intersnack in die Handelsgrillplatzierung gleich neben die Kohle. Im Gegensatz zur fünften Grillsoße bringe eine Zusatzplatzierung der Chips dem Handel echte Umsatzzuwächse, verspricht der Manager.
Als Standort für Zweitplatzierungen von Chio Tortilla Chips nehmen die Kölner 2012 auch die Gemüseabteilungen ins Visier: "Wir glauben, dass Tortillas zu Salat passen", so Claudia Studtmann, Marketing Direktorin. In einem Testmarkt habe eine Displayplatzierung bei Normalpreis 49 Prozent Wachstum gebracht.
Mit zusätzlichen Verwendungsanlässen und Zweitplatzierungen will Intersnack den noch geringen Chips-Konsum in Deutschland steigern – aber auch mit der Wiedereinführung der 400 g Partytrommel. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Chips in Deutschland ist laut Stroese "unterentwickelt" mit unter einem Kilo pro Jahr pro Person. Spitzenreiter Norwegen hingegen liegt bei 2,7 kg pro Kopf.
Für die EM setzt Intersnack auf Gewinnspiele, POS-Aufbauten in Torform, Portionsbeutel für zwei Halbzeiten sowie eine Werbekampagne mit Fußballer Bastian Schweinsteiger.
Eine neue Sorte Funny-Frisch Chipsfrisch wird im Sommer nach der Chipswahl von 1000 Konsumenten auf den Markt kommen. Vorjahressieger "Currywurst" hat die Manager verblüfft und sich nach Unternehmensangaben zum erfolgreichsten Artikel der Kategorie der vergangenen zehn Jahre entwickelt. Kein Wunder, dass die Kölner die Sorte nun auch im 250-Gramm-Beutel anbieten.