Untersuchung der Kundengruppe "Späteinkäufer" im Lebensmitteleinzelhandel
Der Autor Bernd Wolff hat in seiner Diplomarbeit an der Fernhochschule Akad die Kundengruppe der Späteinkäufer im Lebensmitteleinzelhandel untersucht. Ein Ergebnis daraus: Der typische Late Shopper ist männlich, berufstätig, lebt in einem Mehrpersonenhaushalt und ist mit einem Alter von Mitte 30 deutlich jünger als der sonstige Kundenschnitt.
Hinsichtlich der verkauften Artikel sind laut Studie keine signifikanten Unterschiede zu Tageseinkäufen festzustellen; Späteinkäufe umfassen sowohl Klein- als auch Großeinkäufe. Der Durchschnittsbon liege dabei etwas unter dem Tagesdurchschnitt. Die meisten Späteinkäufe erfolgten geplant. Viele Konsumenten sind Stammkunden, 60 Prozent der Befragten kaufen mindestens einmal pro Woche nach 20 Uhr ein, so ein weiteres Ergebnis. Und: Die Verbraucher haben nach 20 Uhr genau dieselben Ansprüche wie tagsüber − an Qualität und Frische des Angebots, die Warenverfügbarkeit und die Servicequalität.
Studienbasis ist die Befragung von 500 Konsumenten in zwei Rewe-Märkten. Zudem wurden interne Umsatzstatistiken und Kauffequenzanalysen ausgewertet.