Welthunger-Index 2011
Der Welthunger-Index (WHI) 2011 untersucht, wie steigende und schwankende Nahrungsmittelpreise den Hunger verschärfen, und zeigt Lösungswege auf. So muss in 26 Ländern die Hungersituation als sehr ernst oder gar gravierend bezeichnet werden. Besonders hoch ist der WHI in den Regionen Südasien und Afrika südlich der Sahara (z.B. Kongo).
Wie schon im Hungerkrisenjahr 2008 sind auch 2011 die hohen und schwankenden Nahrungsmittelpreise eine Bedrohung für die globale Ernährungssicherheit. Hauptursache sind drei Faktoren: die steigende Verwendung von Agrarprodukten zur Treibstoffherstellung, die Auswirkungen des Klimawandels sowie die verstärkten Preisspekulation an den Agrarmärkten.
Die Folge: Viele Menschen in Entwicklungsländern müssen einen Großteil ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben. In Sambia sind es circa 60 Prozent, in Vietnam 65 Prozent und in Nigeria sogar über 70 Prozent. In deutschen Haushalten sind es ca. 13 Prozent des monatlich verfügbaren Einkommens.
WHI-Datenbasis: Der Welthunger-Index ist ein Instrument zur mehrdimensionalen Messung von Hunger und Unterernährung. Indikatoren sind der Anteil der Unterernährten in der Bevölkerung, der Anteil untergewichtiger Kinder sowie der Anteil der Kinder, die vor dem fünften Lebensjahr sterben.