Ausbildung HDE begrüßt Prämien

von Silke Biester
Mittwoch, 24. Juni 2020
Die heute im Bundeskabinett beschlossenen Ausbildungsprämien bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) grundsätzlich positiv. Kritisch sei aber, dass nur kleinere Unternehmen die Gelder beantragen dürfen.
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HDE begrüßt Prämien
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„Die Ausbildungsprämien sind für die vielen im Einzelhandel von Corona betroffenen Betriebe eine wichtige Unterstützung und machen die hohe Wertschätzung für die Ausbildungsleistung der Unternehmen deutlich“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Unverständlich sei aber, warum nur Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten antragsberechtigt sein sollen. „Auch größere, mittelständische Handelsunternehmen wie beispielsweise Modehäuser, leiden sehr unter der  Coronakrise und bieten jungen Menschen eine berufliche Zukunft.“ Die Bundesregierung diskriminiere die größeren ausbildenden Betriebe des Mittelstands ohne sachlichen Grund, findet er und fürchtet, dass die Ausbildungsprämie wenig Wirkung entfalten werde. Denn vor allem die größeren Betriebe hätten Kapazitäten, um Auszubildende aus anderen in Insolvenz geratene  Unternehmen aufzunehmen.

Trotz Corona rechnet der Einzelhandel in diesem Jahr mit einem stabilen  Ausbildungsplatzangebot. So entfallen in der Statistik der Bundesagentur für Arbeit aktuell knapp elf Prozent der angebotenen Stellen auf die beiden Kernberufe des Einzelhandels Kaufleute im Einzelhandel und Verkäufer. Darüber hinaus bilden die
Handelsunternehmen in über 60 weiteren Berufen aus, bieten Abiturientenprogramme und duale Studiengänge an. Genth: „Die
Handelsunternehmen treffen Vorsorge für ihren zukünftigen Fachkräftebedarf und können damit vielen jungen Menschen eine gesicherte Zukunftsperspektive geben. Die Chancen, einen Ausbildungsplatz im Handel zu bekommen, stehen sehr gut. Es sind noch viele Plätze frei.“ Die Handelsunternehmen rechnen aktuell damit, dass angesichts der Auswirkungen der Coronakrise die Bewerbungs- und Einstellungsprozesse bis in den Herbst hinein reichen werden. Der Beginn einer Ausbildung ist auch noch nach dem 1. September möglich.

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