Bessere Konditionen Edeka und Nestlé legen Streit bei

von Redaktion LZ
Mittwoch, 02. Mai 2018
Edeka und Nestlé haben sich im Konditionenstreit verständigt.
H.-R. Schulz, U. Schmidt
Edeka und Nestlé haben sich im Konditionenstreit verständigt.
Der Streit zwischen Edeka und Nestlé über bessere Einkaufskonditionen ist beendet: Die Edeka-Großhandlungen haben am Mittwoch eine Mitteilung an ihre Kaufleute verschickt, die den Bestellstopp von Nestlé-Produkten für beendet erklärt.

Edeka und Nestlé haben zu einer Einigung im seit Monaten andauernden Konflikt um bessere Vermarktungskonditionen gefunden. Nach LZ-Informationen erhalten die Kaufleute der Edeka am heutigen Mittwoch eine Mitteilung ihrer Großhandlungen, wonach die zuletzt rund 200 Nestlé-Produkte, die von einem Bestellboykott betroffen waren, ab sofort wieder nachbestellt werden können. Über Details der Einigung sei Stillschweigen vereinbart worden.

"Wir freuen uns, mit Agecore ein für beide Seiten ausgeglichenes Ergebnis gefunden zu haben. Schon bald werden unsere Produkte wieder bei den sechs Händlern der Einkaufsallianz verfügbar sein", sagt ein Nestlé-Sprecher der LZ.

Der deutsche Lebensmittelhändler Edeka hatte als Partner im europäischen Einkaufsbündnis Agecore zusammen mit anderen europäischen Händlern Nestlé-Produkte ausgelistet, um vom Schweizer Konzern Zugeständnisse bei Preisen für europaweite Vermarktungsleistungen zu erzwingen. Die zuletzt vom Bann betroffenen Produkte standen für rund ein Drittel der mit Nestlé erzielten Erlöse. Die Agecore-Allianz umfasst neben Edeka außerdem die Händler Intermarché, Coop Schweiz, Conad, Eroski und Colruyt und steht für 140 Mrd. Euro Bruttoumsatz. (kit/men/hhb)

Mehr zur Einigung im Konditionenstreit lesen Sie in der kommenden LZ 18-18

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