Corona-Krise Aldi Süd eröffnet Mini-Markt für Krankenhauspersonal

von Marco Hübner, Beate Hofmann und Katy Weber
Donnerstag, 09. April 2020
Mit einer besonderen Filiale unterstützt Aldi Süd ab Gründonnerstag das Personal der Universitätsklinikum Frankfurt.
Unternehmensgruppe ALDI SÜD
Mit einer besonderen Filiale unterstützt Aldi Süd ab Gründonnerstag das Personal der Universitätsklinikum Frankfurt.
Corona-Krise
Aldi Süd eröffnet Mini-Markt für Krankenhauspersonal
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Ab sofort betreibt Aldi Süd eine Filiale auf dem Gelände der Frankfurter Universitätsklinik. Nur Mitarbeiter haben hier Zutritt. Auf etwa 500 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet der Discounter nicht nur Toilettenpapier, Milch und Co.
Aldi Süd will Arbeitnehmer der Frankfurter Uniklinik mit einer besonderen Filiale unterstützen. Ab heute versorgt ein Mini-Markt circa 6000 Mitarbeiter mit Produkten des täglichen Bedarfs. Das meldet der Discounter am Donnerstag. Demnach wurde die einstige Klinik-Cafeteria zum Laden mit etwa 500 Quadratmetern Verkaufsfläche umgebaut.

"Für private, alltägliche Angelegenheiten, wie beispielsweise Einkaufen, bleibt dem Krankenhauspersonal kaum Zeit", kommentiert Aldi die Eröffnung. Dies will der Discounter mit seinem Konzept ändern: Auf der Fläche bietet der Händler laut Unternehmensmitteilung rund 900 Produkte an. Neben Toilettenpapier, Milch und Co. gehören gekühlte Snacks zum Sortiment, heißt es. Beliefert werde der Standort einmal täglich aus dem Logistikzentrum der Aldi Süd Regionalgesellschaft Mörfelden. 

Vorerst soll der Aldi-Mini-Markt bis zum 30. Juni in Betrieb sein. Zugang erhalte einzig das Klinikpersonal, das erst nach Vorzeigen des Mitarbeiterausweises einkaufen könne. Geöffnet sei montags bis samstags von 7 bis 15 Uhr und möglich sei für die Kunden nur bargeldloses Bezahlen. Plexiglasscheiben an den Kassen sowie Klebestreifen auf dem Boden sollen Kunden und Filial-Mitarbeitern vor zu viel Kontakt bewahren.


Hilfe auch im Ausland

Auch Händler im europäischen Ausland greifen dem derzeit überall gestressten Klinikpersonal unter die Arme. So ist etwa aus den Niederlanden bekannt, dass Albert Heijn in seinen Märkten medizinischem Personal den Vorrang gibt. Sollten sich Warteschlangen vor Läden bilden, werden Mitarbeiter aus dem medizinischen Bereich zuerst bedient. Ebenso hat der Lebensmittelhändler in Kooperation mit fünf Krankenhäusern Lieferstationen eingerichtet. Dort kann nur das Personal zuvor bestellte Waren abholen.

Auch in UK zeigen sich die Lebensmittelhändler hilfsbereit. So wird Tesco, ähnlich wie Aldi in Frankfurt, demnächst einen Pop-up-Store nur für NHS-Mitarbeiter im neuen Nightingale-Krankenhaus in Birmingham eröffnen. Diese sollen dort rund um die Uhr einkaufen können. Über weitere Tesco-Standorte in Nightingale-Krankenhäusern ist der Händler im Gespräch mit der Klinikführung. Der Einzelhändler Marks & Spencer hilft derweil Klinkpersonal etwa mit Kleiderspenden und einem kostenlosen Lieferservice für Lebensmittel. So hat das Unternehmen für das NHS Nightingale-Krankhausteam in London Tausende von T-Shirts mit der Aufschrift "We are the NHS" gespendet.

Coronavirus (Symbolbild)
imago images / ZUMA Press

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