Corona-Krise Aldi organisiert Pasta-Express aus Italien

von Jessica Becker
Donnerstag, 02. April 2020
Palettenweise Pasta hat DB Schenker im Auftrag von Aldi Süd von Italien nach Deutschland transportiert.
DB Schenker
Palettenweise Pasta hat DB Schenker im Auftrag von Aldi Süd von Italien nach Deutschland transportiert.
Corona-Krise
Aldi organisiert Pasta-Express aus Italien
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Nudeln haben sich neben Toilettenpapier zu einer neuen Währung in der Corona-Krise entwickelt. Um leeren Supermarktregalen vorzubeugen, hat Aldi Süd nun mit Sonderzügen über 200 Tonnen Pasta aus Italien nach Deutschland transportiert. 
"Pasta-Express" aus Italien: Mit einer ungewöhnlichen Aktion will Aldi Süd den Nachschub an Nudeln in Deutschland sicherstellen. Mehr als 200 Tonnen Pasta hat der Discounter nun mit Sonderzügen aus Italien nach Deutschland gebracht. In einer ersten Lieferung seien bereits über 300 Paletten mit mehr als 400.000 Paketen Fusilli, Penne und Spaghetti in Nürnberg angekommen, so der Händler. Über 250 weitere Paletten seien bereits unterwegs.

Die Corona-Krise führt zu erschwerten Bedingungen in der Warenversorgung. Transporte nach Italien werden laut Aldi aktuell immer weniger, daher fehlen dort Lkws und Züge für den Weg zurück. "Die eingeschränkten Kapazitäten führen dazu, dass Waren nicht mehr wie gewohnt in vollem Umfang mit der Bahn von Neapel nach Deutschland gelangen", so Aldi Süd.

Die alternative Lieferkette funktioniert so: Lkw transportieren die Waren vom Werk des "Cucina"-Lieferanten Pastificio Guido Ferrara aus Nola bei Neapel nach Norditalien, wo es im Kombinierten Verkehr auf der Schiene weitergeht. Logistik-Dienstleister dafür ist DB Schenker. Der Transport dauere zwar länger als sonst, schaffe aber Spielraum. "Wir sind nicht mehr von nur einem Spediteur abhängig und können flexibel auf Engpässe reagieren", sagt Andreas Kremer, Director Supply Chain Management bei Aldi Süd. "Der Hersteller hat die Sicherheit, dass wir seine Produkte weiter zuverlässig abnehmen, und unsere Kunden können sich auf Nachschub verlassen." Für Nudel-"Hamsterkäufe" gebe es nach wie vor keinen Anlass, beruhigt der Discounter.

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