Corona-Krise Diese Schutz-Regeln am Arbeitsplatz werden bundesweit Pflicht

Freitag, 17. April 2020
Abstand halten. Dies gilt nicht nur auf der Fläche: Der Bund schreibt eine Distanz von 1,5 Metern zwischen Kollegen in Büros vor.
imago images / Waldmüller
Abstand halten. Dies gilt nicht nur auf der Fläche: Der Bund schreibt eine Distanz von 1,5 Metern zwischen Kollegen in Büros vor.
Corona-Krise
Diese Schutz-Regeln am Arbeitsplatz werden bundesweit Pflicht
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Wegen der Corona-Krise sind viele Beschäftigte in Kurzarbeit oder arbeiten im Homeoffice. Wenn sie irgendwann an ihren regulären Arbeitsplatz zurückkehren, wird dort vieles anders sein als früher. Arbeitnehmer mit Kindern können derweil auf die Ausweitung der Notbetreuung hoffen.
Die Hygiene- und Infektionsschutzvorschriften am Arbeitsplatz werden wegen der Corona-Krise deutlich verschärft. Auch dort soll nach einem Beschluss des Bundeskabinetts vom Donnerstag das Abstand-Halten die oberste Maxime werden. Wo dies nicht möglich ist, müssen Arbeitgeber notfalls einen Mund-Nase-Schutz zur Verfügung stellen.

Konkret wird unter anderem grundsätzlich vorgegeben, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen auch bei der Arbeit einzuhalten ist – und zwar in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen. Dafür müssten Absperrungen, Markierungen oder Zugangsregelungen umgesetzt werden. Wo dies nicht möglich ist, seien alternativ etwa Trennwände zu installieren. Ist auch das nicht machbar, sollen die Arbeitgeber Nase-Mund-Bedeckungen für Beschäftigte, Kunden und Dienstleister zur Verfügung stellen.

Außerdem bekommen mehr Eltern in der Corona-Krise einen Anspruch auf Notbetreuung für jüngere Kinder – es wird aber vorerst keine bundesweit einheitliche Regelung geben. "Bis mindestens zum 3. Mai 2020 regeln und erweitern die Bundesländer die Notbetreuung im Rahmen ihrer landesspezifischen Notwendigkeiten und Gegebenheiten", heißt es in den Ergebnissen einer Telefonschalte, zu der Familienministerin Franziska Giffey ihre Länderkollegen eingeladen hatte. Die SPD-Ministerin hatte für bundesweite Regelungen geworben, die insbesondere auch Alleinerziehende berücksichtigen sollten.

Für die Zeit nach dem 3. Mai soll von Montag an gemeinsam mit Experten ein Konzept erarbeitet werden, das Leitlinien und Empfehlungen zur schrittweisen Wiedereröffnung der Kindertagesbetreuung formuliert. "Wann und wie diese umgesetzt werden können, hängt vom Verlauf des Infektionsgeschehens ab", hieß es dazu. (dpa/dpa-AFX)

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