Corona-Krise Interspar weitet Lokalinitiative aus

von Redaktion LZ
Donnerstag, 09. April 2020
Mit seinem "von Dahoam das Beste!"-Konzept bietet Interspar Hofladen-Atmosphäre im Hypermarkt.
Interspar
Mit seinem "von Dahoam das Beste!"-Konzept bietet Interspar Hofladen-Atmosphäre im Hypermarkt.
Corona-Krise
Interspar weitet Lokalinitiative aus
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Die Großflächensparte der Spar Österreich kooperiert verstärkt mit lokalen Lieferanten. Die Interspar-Hypermärkte bieten Produzenten, die vornehmlich die Gastronomie beliefern, in der Krise einen Absatzkanal.
Interspar erfährt derzeit regen Zulauf durch Kleinst-Produzenten. In Zeiten, in denen viele Abnehmer ihre Türen schließen müssen, sind die Hersteller froh, mit dem Großflächenbetreiber kooperieren zu können. 

"Bisher haben wir den Großteil unserer Käsespezialitäten an die Gastronomie geliefert", sagt Elisabeth Gruber vom Bauernhof Gut Grub in St. Johann im Pongau. Demnächst wird ihr Bio-Sauerkäse bei Interspar in Salzburg und in Hallein im Land Salzburg erhältlich sein. "Das hilft uns natürlich in unserer aktuellen Lage", so Gruber.

Auch die Gärtnerei Bair, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Interspar in Imst in Tirol befindet, ist nun ein lokaler Partner. "Aufgrund der Corona-Krise ist bei uns seit Wochen ein nur sehr eingeschränkter Verkaufsbetrieb möglich",  sagt Inhaber Mathias Bair. Frühlingsblüher, Kräuter, Salat- und Gemüsepflanzen könnten nun über den Lebensmitteleinzelhandel verkauft werden, ansonsten hätte die Ware wahrscheinlich weggeschmissen werden müssen. 

Das Sortiment von Interspar umfasst laut dem Unternehmen auch lokale Weine. Darunter vornehmlich welche von kleinen Winzern, die Weinlokale belieferten und stark auf den eigenen Ab-Hof-Verkauf fokussiert seien. Darüber hinaus übernähmen Spar und Interspar aktuell mehrere 1000 Eier pro Woche von heimischen Eierbauern, die im Normalfall von den derzeit geschlossenen Gastronomiebetrieben verwendet würden. 

Vor zehn Jahren hat Interspar die Lokalitätsinitiative "von Dahoam das Beste!" gestartet. "Wichtig ist uns, dass die Produkte in einem Umkreis von maximal 30 Kilometern um einen Interspar-Markt hergestellt werden und bei der Produktion ausschließlich heimische Rohstoffe verwendet werden", sagt Geschäftsführer Markus Kaser. Mehr als 6100 Produkte in den Hypermärkten kämen von Lieferanten aus der direkten Umgebung. "Aktuell weiten wir die Kooperationen mit vielen unserer lokalen Produzenten aus und listen auch eine Menge neue Lieferanten." 

Die Regalfläche für die lokalen Produkte sei mit einem schwarz-roten Herzapfel gekennzeichnet. Dieses Logo sei für die Kunden der Wegweiser zu Lebensmitteln aus der Nachbarschaft. "Damit möchten wir die lokalen Betriebe in dieser schwierigen Zeit unterstützen und die Wertschöpfung in der Region halten", so Kaser. (ky)

Die LZ sprach mit Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender der Spar Österreich, unter anderem über über die Abhängigkeit der westlichen Welt von China und die Stundung von Mieten.
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