Corona-Hilfspaket Lohnfortzahlung durchhalten

von Julia Wittenhagen
Montag, 23. März 2020
Die Regierung arbeitet an einer Lösung für Arbeitgeber, deren Mitarbeiter diese Woche wieder zu Hause blieben, um Kinder zu betreuen. Neuregelung wird schon am Freitag erwartet.
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Wer wegen der Schließung von Schulen und Kitas seine Kinder betreut, soll vor "unverhältnismäßigen Lohneinbußen" geschützt werden. Das hat Bundesarbeitsminister Heil nach einem Spitzenreffen mit Bundeswirtschaftsminister Altmaier sowie Arbeitgebern und Gewerkschaften Mitte letzter Woche versprochen. Das Corona-Hilfspaket vom Montag sieht jetzt vor, dass Eltern vom Staat mit bis zu 2016 Euro im Monat für finanzielle Einbußen im Job entschädigt werden, die ihnen aufgrund von Betreuungsaufgaben entstanden sind. Die Auszahlung der Gelder soll über die Arbeitgeber erfolgen, die sie bei den zuständigen Landesbehörden beantragen müssen. Für Familien mit kleinem Einkommen wird zudem der Zugang zum Kinderzuschlag (185 Euro pro Kind und Monat) erleichtert. Grundlage dafür solle nur noch der Gehaltszettel des letzten Monats sien, nicht mehr das Durchscnittseionkommen der letzten sechs Monate. Bis Ende der Woche sollen Bundestag und Bundesrat die Neuerungen beschließen. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach, SPD, appelliert an Arbeitgeber, Löhne erst einmal normal weiterzuzahlen, obwohl viele Eltern ihren Anspruch auf Lohnfortzahlung schon am Wochenende aufgebraucht hätten.
 
 

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