Corona-Krise René Benko will angeblich bei Globus nachverhandeln

von Beate Hofmann
Montag, 06. April 2020
Die Schweizer Globus-Warenhäuser der Migros-Genossenschaftsgruppe sollen an Signa und die Central Group verkauft werden
imago images / Pius Koller
Die Schweizer Globus-Warenhäuser der Migros-Genossenschaftsgruppe sollen an Signa und die Central Group verkauft werden
Corona-Krise
René Benko will angeblich bei Globus nachverhandeln
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Der Verkauf der Schweizer Globus-Warenhäuser an René Benko und die thailändische Central Group könnte sich verzögern. Offenbar will Benko bei der Migros-Gruppe nachverhandeln.
Eigentlich schien der Deal unter Dach und Fach: die Übernahme der 48 Schweizer Globus-Warenhäuser der Migros-Gruppe durch den österreichischen Milliardär René Benko (Signa Holding) und der thailändischen Central Group. Doch angesichts der Corona-Krise will Benko laut eines Berichts der Schweizer Zeitung "NZZ am Sonntag" offenbar nachverhandeln.

Noch sei Zeit für Nachbesserungen, denn der Deal soll erst in zwei bis drei Monaten abgeschlossen sein. Offen sei, ob sich Migros auf die geforderten Veränderungen einlassen wolle. Ein Scheitern der Transaktion könne sich die Genossenschaft nicht leisten, schreibt die NZZ. Globus sei über Jahre mitgeschleppt worden, ohne dass es gelungen sei, die Sparte aus den roten Zahlen zu bringen.


Die Warenhäuser der Migros-Genossenschaftsgruppe standen, wie berichtet, seit Monaten zum Verkauf. 1 Mrd. CHF sollte die Migros laut NZZ für Globus inklusive sieben Liegenschaften bekommen. Signa will die Globus-Häuser zu einer Reihe vo
n Luxuswarenhäusern hinzufügen, die die Gruppe zusammen mit ihrem thailändischen Partner in Europa betreibt. Migros zeigte sich mit dem Käufer zufrieden, weil er eine langfristige Strategie, die Absicht zur Weiterentwicklung und den sicheren Weiterbestand der Globus-Gruppe geplant hatte.

Doch René Benko hat derzeit noch an einer anderen Baustelle zu kämpfen. Schließlich mussten seine in Deutschland übernommenen Galeria-Karstadt-Kaufhof-Häuser wegen der Corona-Krise in ein Schutzschirmverfahren flüchten. Angesichts der massiven Umsatzeinbrüche durch die Corona-Krise hat der Warenhauskonzern am 1. April 2020 gerichtlichen Schutz vor dem Zugriff der Gläubiger beantragt. Durch die Zwangsschließungen verliert Karstadt Kaufhof jede Woche mehr als 80 Mio. Euro Umsatz.


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