Corona-Krise Rewe stockt Liquiditätsreserven auf

von Redaktion LZ
Mittwoch, 08. April 2020
Rewe-Finanzchef Christian Mielsch setzt auf ein dickeres Finanzpolster, um unbeschadet durch die Corona-Krise zu kommen.
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Rewe-Finanzchef Christian Mielsch setzt auf ein dickeres Finanzpolster, um unbeschadet durch die Corona-Krise zu kommen.
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Rewe stockt Liquiditätsreserven auf
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Rewe rüstet Reserven nach: Der Händler genehmigt sich eine kräftige Finanzspritze von einem Bankenkonsortium, um möglichen finanziellen Herausforderungen in der Corona-Krise zu trotzen. Für die Rewe Group entwickelt sich die Pandemie immer mehr zum Stresstest.
Angesichts der Corona-Pandemie hat die Rewe Group ihre liquiden Mittel um eine Milliarde Euro aufgestockt. Das soll die finanzielle Flexibilität und Unabhängigkeit sichern, meldet der Konzern am Mittwoch. Die Finanzspritze stamme von einem Bankenkonsortium bestehend aus Commerzbank, DZ Bank, ING und SEB.

Den neuen Kreditspielraum kann Rewe nach eigenen Angaben innerhalb der kommenden 15 Monate flexibel nutzen. "Diese Linie ergänzt als ungezogene Reservelinie eine bestehende Kreditlinie von zwei Milliarden Euro, die bis 2024 läuft", erklärt Finanzvorstand Christian Mielsch. Er sieht das Unternehmen damit für alle möglichen finanziellen Herausforderungen, die sich aus der Krise noch ergeben könnten, gerüstet.

Für die Rewe Group entwickelt sich die durch das Coronavirus bedingte Situation zum Stresstest. Die Handelstöchter arbeiten unter Hochdruck an der Warenversorgung und verbuchen Umsatzsprünge, müssen aber erheblichen Mehraufwand leisten. Die Reise-Restriktionen machen der Touristiksparte zunehmend zu schaffen. Die Touristik hatte jüngst Kurzarbeit angemeldet. (hue)

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