Corona-Pandemie Zalando bekommt sinkende Konsumlust zu spüren

Dienstag, 31. März 2020
Bislang war Zalando von einem Umsatzplus von 15 bis 20 Prozent für 2020 ausgegangen.
imago images / Jürgen Ritter
Bislang war Zalando von einem Umsatzplus von 15 bis 20 Prozent für 2020 ausgegangen.
Corona-Pandemie
Zalando bekommt sinkende Konsumlust zu spüren
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Toilettenpapier statt Mode: Wegen der Corona-Krise rechnet Zalando bei Umsatz und Bruttowarenvolumen mit einem deutlich geringeren Wachstum als erwartet. Eine neue Prognose will der Modehändler erst später abgeben.
Der Modehändler Zalando erwartet wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie ein deutlich schlechteres erstes Quartal als erwartet. Zudem geht der Konzern nicht davon aus, die Prognose für das laufende Jahr erreichen zu können, wie Zalando am Montag in Berlin mitteilte. Eine neue Prognose gab es noch nicht - diese werde veröffentlicht, sobald der weitere Verlauf der Corona-Pandemie verlässlicher abgeschätzt werden könne. Bislang war der Modehändler von einem Umsatzplus von 15 bis 20 Prozent für 2020 ausgegangen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sollte bei 225 bis 275 Mio. Euro liegen.

Das erste Quartal werde deutlich schlechter ausfallen als von Analysten zuletzt erwartet, hieß es weiter. So hätten sich die europäischen Kunden mit Käufen zurückgehalten und ihren Konsum eingeschränkt. Das Unternehmen geht davon aus, dass das Wachstum des Umsatzes und des Bruttowarenvolumens trotz starker Zunahme zu Jahresbeginn deutlich unterhalb des erhobenen Analystenkonsens liegen werde. Auch das bereinigte Ebit werde durch das geringere Umsatzplus sowie durch Sonderabschreibungen auf den Warenbestand belastet.

Analysten hatten in einem von Zalando erhobenen Konsens mit Stand 11. März im Schnitt mit einem Umsatzwachstum von 19 Prozent gerechnet, beim bereinigten Ebit waren sie von einem Verlust von 28 Mio. Euro ausgegangen. 

Zalando habe Maßnahmen ergriffen, um die Ausgaben und Investitionen sowie die Finanzplanung für das Jahr an die neuen Gegebenheiten anzupassen, hieß es in einem ebenfalls am Montag veröffentlichten Brief des Vorstandes. Insgesamt zeigte sich Zalando jedoch zuversichtlich. "Wir sind überzeugt, dass wir durch die Investitionen des letzten Jahrzehnts alle nötigen Voraussetzungen geschaffen haben, um diese Krise gut zu überstehen." Zudem verfüge das Unternehmen über eine starke Bilanz und über liquide Mittel von mehr als 1 Mrd. Euro. "Unser Unternehmen ist stark und wir werden unsere Widerstandsfähigkeit in der aktuellen Krise unter Beweis stellen."

Zalando wird den Angaben zufolge am 16. April in einem Trading Statement weitere Informationen zum ersten Quartal veröffentlichen. Das Unternehmen veröffentlicht die Geschäftszahlen für das erste Quartal am 7. Mai. Zudem kündigte der Konzern an, die für den 20. Mai 2020 in Berlin geplante Hauptversammlung zu verschieben. Einen neuen Termin nannte Zalando nicht. (dpa-AFX)

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