Corona-Warn-System Dreiteiliges Schutzkonzept für Firmen

von Julia Wittenhagen
Donnerstag, 06. August 2020
Das Münchner Digital Health Unternehmen HMO hat eine dreiteilige Corona-Warn-Lösung entwickelt, die in der Automobil- und Pharmaindustrie schon im Einsatz ist. Auch die Media-Markt-Gruppe gehört zu den ersten Kunden.
Corona-Warn-System
Dreiteiliges Schutzkonzept für Firmen
:
:
Info
Abonnenten von LZ Digital können sich diesen Artikel automatisiert vorlesen lassen.

Einfache Handgeräte sollen die Lücken schließen, die die offizielle Warn-App der Bundesregierung aufweist. So setzt HMO auf Token für die Abstandsmessung statt Smartphones. Unterschreiten Mitarbeiter die 1,5 Meter Abstand, bekommen sie ein kurzes Warnsignal.

Corona-Schutz: Digitale Tools vereinfachen Kommunikation und Kontrolle
Foto: HMO AG
Corona-Schutz: Digitale Tools vereinfachen Kommunikation und Kontrolle Die Token sind anonym und können wahlweise auch in einem Clip umgehängt oder als Armband umgebunden werden. Möchten Firmen sie auslesen, um Infektionsketten nachzuverfolgen, kommt der zweite Baustein ins Spiel, die Budyguard-App. Sie hilft dabei, Ansteckungsketten schnell zu verfolgen, um allgemeine Shutdowns zu verhindern. Die  Epi-App dient als dritter Baustein der Früherkennung von Gesundheitsrisiken bei Mitarbeitern. Mittels eines Tests kann jeder Mitarbeiter einschätzen, ob er einer Risikogruppe angehört. Darüber hinaus ist ein täglicher Covid-19-Symptom-Check möglich, um das Gesundheitsbewusstsein zu schärfen. Die Informationen werden nicht an den Arbeitgeber übermittelt.
Individualisierte Kommunikation: Schützt Mitarbeiter und Firmen
Foto: HMO AG
Individualisierte Kommunikation: Schützt Mitarbeiter und FirmenDieser kann seine Mitarbeiter aber über die Epi-App sowohl allgemein über Corona-Regeln informieren als auch individualisiert nach Bundesland oder Auslandsstandort. „Anders als bei der Corona-App der Bundesregierung sind unsere Token unabhängig von Mobiltelefonie und die Verfolgung einer Corona-Erkrankung funktioniert auch über Landesgrenzen hinweg“, sagt COO Roy von der Locht. Der Einzelhandel würde Interesse signalisieren, aber auch Produzenten, Kongress- und Konzertveranstalter. „Vor zwei Monaten dachten manche Unternehmen noch, Corona ginge vorbei, ohne dass weitere Schutzmaßnahmen notwendig sind. Aber das hat sich inzwischen geändert“, beobachtet von der Locht. Dabei verweist er auf die Pandemie-Verläufe in USA, Südamerika oder Teilen Spaniens.             

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Anzeige

Meistgelesen

stats