Coronavirus Berentzen schmälert Erwartungen für 2020

von Elias Huber
Donnerstag, 26. März 2020
Vor Kurzem hatte Berentzen für 2020 noch ein leichtes Umsatzplus in Aussicht gestellt.
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Vor Kurzem hatte Berentzen für 2020 noch ein leichtes Umsatzplus in Aussicht gestellt.
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Berentzen schmälert Erwartungen für 2020
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Berentzen bereitet die zum Erliegen gekommene Gastronomie Sorgen: Der Spirituosen-Spezialist kassiert angesichts der Corona-Krise seine positive Prognose für 2020. Angesichts der aktuellen Lage erwägt das Unternehmen, das Gesundheitswesen zu unterstützen.

Im Zuge der Corona-Krise hat die Berentzen-Gruppe ihre Geschäftsprognose für 2020 zurückgenommen. Wie der Spirituosenhersteller heute bei der Veröffentlichung seines Geschäftsberichts für das vergangene Jahr mitteilte, sei eine Prognose aufgrund der Einzigartigkeit der Krise momentan nicht möglich. Für Unsicherheit sorgt das wegfallende Gastronomie-Geschäft, geringe Vermarktungsmöglichkeiten im LEH und ausbleibende Bestellungen von Fruchtpressen. "Wir spüren bereits, dass das Gastronomiegeschäft mit Spirituosen und alkoholfreien Getränken fast vollständig zum Erliegen gekommen ist", sagte der Vorstand Oliver Schwegmann.

Schwegmann erwartet für das erste Quartal ein deutlich positives Ergebnis, das unter dem Vorjahresresultat liegt. "Wir gehen derzeit davon aus, dass die Auswirkungen des Coronavirus eher kurzfristig spürbar sind, wir aber trotz dessen in diesem Jahr solide und profitabel wirtschaften werden", sagte der Vorstand. Derzeit prüfen die Haselünner laut einem Sprecher, Desinfektionsmittel selbst zu produzieren.

Im vergangenen Jahr verzeichnete Berentzen ein Umsatzplus von 3,2 Prozent auf 167,4 Mio. Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen lag wie im Vorjahr bei 9,8 Mio. Euro. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen stieg um 6,4 Prozent auf 18,4 Mio. Euro. Gewachsen sind alle drei Bereiche – Spirituosen, Frischsaftsysteme und alkoholfreie Getränke – und zwar zwischen 3 und 6,4 Prozent. Besonders stark zugelegt hat der Absatz der Erfrischungsgetränke-Marke Mio Mio. "Wir konnten mit den Mio-Mio-Produkten ein Plus von 33 Prozent erzielen", sagte Schwegmann.

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