Coronavirus Galeria Karstadt Kaufhof beantragt Staatshilfe

von Werner Tewes
Freitag, 27. März 2020
Die Häuser von Galeria Karstadt Kaufhof sind geschlossen, die Belegschaft wie bei vielen anderen Nonfood-Händlern auch auf Kurzarbeit.
imago images / Cord
Die Häuser von Galeria Karstadt Kaufhof sind geschlossen, die Belegschaft wie bei vielen anderen Nonfood-Händlern auch auf Kurzarbeit.
Coronavirus
Galeria Karstadt Kaufhof beantragt Staatshilfe
:
:
Info
Abonnenten von LZ Digital können sich diesen Artikel automatisiert vorlesen lassen.
Die Corona-Krise droht Galeria Karstadt Kaufhof den gerade halbwegs gewonnenen Boden unter den Füßen wegzureißen. Nun hat der Warenhauskonzern nach LZ-Informationen Staatshilfen beantragt.
Galeria Karstadt Kaufhof will unter den Rettungsschirm der Bundesregierung schlüpfen. Nach LZ-Informationen hat das Unternehmen Staatshilfen beantragt, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Epidemie abfedern zu können. Der Warenhauskonzern musste, wie andere Nonfood-Händler auch, infolge der Pandemie seine Filialen deutschlandweit schließen. Ein Großteil der Filial-Beschäftigten befindet sich Insidern zufolge deshalb inzwischen in Kurzarbeit null, hat die Arbeit also komplett einstellen müssen. Das berichten mit der Sache vertraute Personen. Das Unternehmen selbst äußert sich auf Anfrage nicht zu den Vorgängen.

Über Art und Umfang des angefragten, möglichen staatlichen Hilfspakets ist nichts bekannt. Aus dem Unternehmensumfeld dringt freilich, dass eine Zusage des Bundes entscheidend für die Höhe der Mitarbeitergehälter sei. Ohne ein Okay erhalten die Beschäftigten demnach das reguläre Kurzarbeitergeld von 60 bis 70 Prozent ihres Nettogehalts für den Zeitraum, in dem nicht gearbeitet wird. Fließen staatliche Hilfen, soll das Kurzarbeitergeld offenbar auf 90 Prozent aufgestockt werden, heißt es. Im Zuge der Ende Dezember 2019 abgeschlossenen Tarifverhandlungen mussten die Beschäftigten des Konzerns bereits Gehaltseinbußen im Vergleich zum Flächentarifvertrag des Handels hinnehmen.

Nach dem zunächst von Kommune zu Kommune unklar war, welche Filialen schließen müssen, haben inzwischen alle Kaufhäuser von Galeria Karstadt Kaufhof die Tore dichtgemacht. Allerdings stehen gut 50 Lebensmittelabteilungen des Unternehmens derzeit noch offen. Auch extern vermietete Lebensmittel- und Drogerie-Flächen, die separat gut zugänglich sind, sind weiterhin geöffnet. Außerdem arbeiten die Abteilungen, die aus den Filialen heraus Waren aus dem Online-Shop abwickeln. In Summe ist das in rund 50 Standorten der Fall.

Karstadt corona
imago images / Klaus Martin Höfer

Schlagworte zu diesem Artikel:

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats