Daniel Krummel / Bauhaus Jeden Tag Routine geht nicht

von Maurizio Giuri
Freitag, 09. November 2018
Daniel Krummel gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2018.
Bert Bostelmann
Daniel Krummel gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2018.
Kletter-Fan Daniel Krummel steckt sich beruflich wie privat gern hohe Ziele – Hauptsache abwechslungsreich. Genau das schätzt der 27-jährige Trainee auch an seiner Arbeit bei Bauhaus.

Was machen Sie morgens als Erstes nach dem Aufstehen?

Frühstücken. Ohne meinen Teller Haferflocken mit Obst und dem richtigen Podcast geht morgens gar nichts.

Und bei Bauhaus?

Bis Ende September habe ich ein duales Studium BWL/Handel absolviert. Nun folgt ein Trainee-Jahr und damit die Einarbeitung zum stellvertretenden Geschäftsleiter bei Bauhaus. Während des Studiums habe ich das Team mit Rundgängen durch die Niederlassung, Kennzahlen und Platzierungsanalysen unterstützt. Und ich habe Mitarbeiter- und Einstellungsgespräche geführt.

Was war Ihr letztes Projekt?

Die gesetzeskonforme Umsetzung der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in meiner Niederlassung in Karlsruhe. Das eigenständige Bearbeiten von Projekten und das Führen von Mitarbeitergesprächen begeistern mich am meisten.

Wieso mögen Sie Ihren Job?

Weil er so unglaublich abwechslungsreich ist. Kaum ein Tag gleicht dem anderen. Langweilig wurde mir innerhalb der letzten drei Jahre nie.

Was lässt Sie manchmal fast verzweifeln?

Dass Bauhaus sehr kulant ist. Das wissen viele Kunden und nutzen es teilweise auch aus.

Auf welcher Internetseite verbringen Sie zu viel Zeit?

Ganz klar auf Netflix. Etwas Serienabstinenz würde nicht schaden.

Was denken Ihre Freunde über Ihren Job?

Dass ich da den ganzen Tag im Büro verbringe und esse. Aber 60 Prozent meines Arbeitstages spielen sich auf der Fläche ab. Manchmal kommt die Pause zu kurz, so dass ich gar nicht zum Essen komme.

Zur Person

Daniel Krummel (27) hat schon Briefe für die Deutsche Post ausgetragen und eine Ausbildung bei der AOK gemacht. Als dualer Student ist er dann bei Bauhaus eingestiegen – und hängengeblieben. Derzeit wird Krummel als stellvertretender Geschäftsleiter eingearbeitet. Mit seinem Preisgeld möchte der Schwabe ein berufsbegleitendes Masterstudium in Wirtschaftspsychologie finanzieren.

Welchen Beruf könnten Sie niemals ausüben?

Lehrer. Jeden Tag dieselbe Routine und das bis zur Rente. Außerdem würde ich mich ungern täglich mit meinesgleichen als Schüler rumschlagen müssen.

Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?

Ich mache viel Sport. Vorzugsweise Klettern. Dabei bekomme ich am besten den Kopf frei und trainiere nebenbei den ganzen Körper. Sonst spiele ich noch gerne Tennis. Der Handball bleibt momentan aufgrund des Zeitmangels eher auf der Strecke. Außerdem lese ich noch sehr gerne. Mein aktuelles Buch ist "Während die Welt schlief" von Susan Abulhawa.

Was muss geschehen, um Sie in gute Stimmung zu versetzen und Sie zufrieden zu machen? Worüber können Sie sich aufregen?

Ich bin eigentlich immer guter Stimmung. Da bedarf es nicht viel. Egoismus, Undankbarkeit und Selbstüberschätzung finde ich hingegen schrecklich. Für Donald Trump kann ich demnach auch absolut kein Verständnis aufbringen.

Wenn Sie eine Million Euro hätten, was für ein Start-up würden Sie dann gründen?

Ich würde ein Start-up für nachhaltige Müllverwertung gründen. Denn ich denke, die Müllentsorgung wird zukünftig mit steigender Weltbevölkerung eine noch bedeutendere Herausforderung werden. Dann könnte ich vielleicht dazu beitragen, dass künftig weniger Abfälle in Afrika landen.

Was war Ihre letzte gute Idee?

Mir die Originalfassung der Rocky Horror Picture Show im Open-Air-Kino anzuschauen. Super Film in cooler Kulisse.

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