Design Thinking Kreativitätsmotor und Teamwunder

von Julia Wittenhagen
Freitag, 16. Februar 2018
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Zuerst schwappte Design Thinking als hippes neues Innovationswerkzeug aus den USA nach Deutschland. Mittlerweile nutzen selbst kleine Unternehmen die Methode. Sie besticht durch gute Anwendbarkeit, eine neue Form der Teamarbeit und unerwartete Ergebnisse.

Melitta nutzt es, Eckes-Granini und alle anderen Unternehmen, die agiler werden wollen, auch: Design Thinking ist eine Methode, die Innovationen und kreative Problemlösung fördert. Zur Etablierung und Verbreitung haben David Kelley, Professor an der Stanford University und SAP-Gründer Hasso Plattner mit seiner HPI School of Design Thinking in Potsdam seit 2003 maßgeblichen beigetragen.

Der Grundgedanke ist, dass insbesondere interdisziplinäre Teams in einem strukturierten Prozess herausragende Innovationen erschaffen können. Denn wenn Menschen mit ganz unterschiedlichem Hintergrund aufeinandertreffen, fördert das den fruchtbaren Austausch von Fachwissen und methodischen Kompetenzen, von unterschiedlichen Blickwinkeln und Erfahrungen. Auch das "Raum nehmen" ist wichtig: Bewegungsfreiheit und ein ungewohnter Arbeitsort befruchten das Ausbrechen aus der Routine.

Der Name Design Thinking entwickelte sich aus dem Industrie-Design, das die Bedürfnisse der Menschen an erste Stelle stellt, bevor innovative Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden. Analog dazu folgt auch das Design Thinking einem bestimmten Prozess: Zuerst gilt es, die Bedürfnisse der Zielgruppe zu beobachten, zu identifizieren und zu verstehen. Daraus gewonnene Einsichten sind der Startpunkt für die eigentliche Ideengenerierung. Um Ideen für andere sichtbar zu machen, werden sehr früh Prototypen gebastelt und in der Gruppe getestet. Schere, Klebstoff, Pappe und Bastelmaterial gehören daher zur Grundausrüstung.

Klare Struktur: Für Roxanna Noll sind Prozess, Raum und Team die Basis von Design Thinking
Zukunftsinstitut Workshop

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Ziel ist das Sammeln von neuen Einsichten. Durch Wiederholen und Abwechseln der Schritte bekommen die Teilnehmer ein zunehmend besseres Verständnis für das Problem und mögliche Lösungen.

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