Diskriminierung vermeiden Dax-Konzerne nutzen Gender-Sprache

von Silke Biester
Donnerstag, 25. März 2021
Die Mehrheit der Dax-Konzerne setzt auf Gendersprache. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter den 30 Dax-Unternehmen, die die F.A.Z. zusammen mit dem Institut für Kommunikation und Medien der Hochschule Darmstadt durchgeführt hat.
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In der anonymen Umfrage gaben 10 Dax-Konzerne an, geschlechtergerechte Sprache zu verwenden, 6 weitere planen, diese einzuführen. 2 Unternehmen teilten mit, sich dagegen entschieden zu haben. Zur Begründung wählten alle Dax-Unternehmen, die gendern, als Antwortmöglichkeit aus: „Der Einsatz geschlechtergerechter Sprache entspricht unserem Verständnis von diskriminierungsfreiem Umgang miteinander.“ Die beiden Dax-Unternehmen, die sich gegen die Gender-Sprache entschieden haben, gaben zur Begründung an, man halte gendergerechte Sprache für den falschen Weg oder nicht für notwendig, da man ohnehin diskriminierungsfrei arbeite. Man habe aber über die Einführung des Genderns diskutiert.

Am weitesten verbreitet ist die Sprachregelung zurzeit in der internen Kommunikation mit Mitarbeitern und in der Medienarbeit. Neun Dax-Mitglieder gaben an, in diesen Bereichen zu gendern. In der Kundenkommunikation, also in der Werbung oder den sozialen Medien, und im Kontakt mit Investoren gendern fünf bzw. sechs Dax-Konzerne, die den Fragebogen beantwortet haben. Fünf der zehn Dax-Konzerne, die gendern, geben an, „wenn möglich genderneutrale Formulierungen“ zu verwenden, die anderen fünf setzen auf das Gender-Sternchen oder den Doppelpunkt.

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