Einkommen und Bildung Sozialgefälle bei Corona-Folgen

von Silke Biester
Dienstag, 19. Mai 2020
Trotz des drohenden wirtschaftlichen Abschwungs bewerten die Beschäftigten in Deutschland die eigene wirtschaftliche Situation derzeit als positiv. Das gilt insbesondere für die höher Gebildeten.
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Sozialgefälle bei Corona-Folgen
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Das ist das zentrale Ergebnis einer ersten Analyse, der im April gestarteten SOEP-Corona-Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Rund 20 Prozent der Erwerbstätigen aus 2019 haben schon jetzt Einkommenseinbußen erlitten. Davon berichten Menschen mit einem geringen Einkommen und damit geringeren finanziellen Spielräumen genauso häufig wie besser Verdienende. Etwa 35 Prozent der Beschäftigten arbeiten im Homeoffice und können sich so vor Ansteckungen schützen, darunter vor allem Menschen mit höheren Einkommen und besserer Bildung. Von Kurzarbeit sind derzeit 17 Prozent der Erwerbstätigen betroffen, vor allem weniger gebildete. „Schon jetzt zeichnet sich ab, dass Menschen mit höherem Einkommen und besserer Bildung die Krise leichter bewältigen werden als andere“, sagt SOEP-Direktor Stefan Liebig, Co-Leiter der Studie.

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