Equal Pay Day Selbst Qualifikation schützt nicht vor Lücke

von Julia Wittenhagen
Montag, 16. März 2020
Unter gleichen Bedingungen verdienen Frauen immer noch rund 7,5 Prozent (bereinigte Lücke) weniger als Männer. Der unbereinigte Gender Pay Gap, der auf Einflussfaktoren wie  Ausbildung oder Berufserfahrung nicht eingeht, liegt laut aktueller Studie von Gehalt.de bei rund -23,5 Prozent.
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Selbst Qualifikation schützt nicht vor Lücke
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Arbeitnehmerinnen beziehen im Schnitt 35.300 Euro und Männer 46.200 Euro im Jahr. Am größten ist die unbereinigte Entgeltlücke in Baden-Württemberg (-21,4 Prozent), am niedrigsten in Berlin (-11,8 Prozent). Bei gleicher Qualifikation zeigen sich die Immobilienbranche (-12,8 Prozent), Handwerk (-11,3 Prozent) und Maschinenbau (-10,6 Prozent) am resistentesten gegen gleiche Bezalung. Die bereinigten Bezahlungsunterschiede sinken mit der Größe des Unternehmens: So beträgt der Gender Pay Gap für Fachkräfte in Konzernen mit über 5.001 Beschäftigten -4,6 Prozent, in kleinen Unternehmen mit höchstens 100 Beschäftigten -8,2 Prozent. Die unbereinigte Entgeltlücke hingegen steigt mit der Unternehmensgröße und dem Alter der Beschäftigten. Die Studie des Vergleichsportals Gehalt.de basiert auf 76.530 Vergütungsangaben von Beschäftigten in Deutschland und berücksichtigte hierbei Parameter wie Geschlecht, Ausbildung, Alter, Berufserfahrung, Anforderungsniveau, Region, Unternehmensgröße, Branche und Berufsgruppe der Beschäftigten.

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