Expansion im Reich der Mitte Aldi eröffnet erste Filiale in China

von Mathias Himberg, Jens Holst und Hans Jürgen Schulz
Mittwoch, 29. Mai 2019
Am 7. Juni soll die erste Aldi-Filiale in Shanghai eröffnen.
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Am 7. Juni soll die erste Aldi-Filiale in Shanghai eröffnen.
Aldi steht kurz vor der Eröffnung der ersten Filiale in China. In Shanghai hat der Discounter schon eine erste Fläche belegt, die in der kommenden Woche eröffnet werden soll. Dabei präsentiert sich der deutsche Discount-Pionier deutlich höherwertiger.

Aldi geht in China den nächsten Schritt, nachdem der Discounter im Jahr 2017 zunächst mit einem Online-Shop das Geschäft im Reich der Mitte aufgenommen hatte. In der kommenden Woche nun soll in Shanghai der erste Laden eröffnen.

Die Wurzeln des Marktstarts in China liegen in der australischen Landesgesellschaft von Aldi. Dort hat man die ersten Kontakte aufgebaut und schließlich auch erste Lieferanten für den Aufbau des China-Geschäfts gewonnen. Dort will der Discounter nun in einem ersten Schritt wenigstens 10 Märkte eröffnen. Ziel des Händler dürfte es aber sein, mittelfristig zwischen 50 und 100 Filialen zu eröffnen, um eine wirtschaftliche Auslastung der Zentralstrukturen zu erreichen.

Aldis Ansatz in China: hochwertiger, moderner und Convenience-orientierter.
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Aldis Ansatz in China: hochwertiger, moderner und Convenience-orientierter.

Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein klassisches Discount-Format. Das liegt auch daran, dass der Händler stark auf von den Chinesen sehr geschätzte Importware aus Europa setzt. Durch diesen Fokus spricht der Händler eine wohlhabendere Kundenschicht an. Insofern ist das Geschäft in China nicht vergleichbar mit dem Massengeschäft des Discounters in anderen Ländern. Ein Kenner des Geschäfts beschreibt den Aldi-Ansatz in China als hochwertiger, moderner und Convenience-orientierter.

Aldi setzt im Reich der Mitte stark auf von den Chinesen sehr geschätzte Importware aus Europa.
LZ
Aldi setzt im Reich der Mitte stark auf von den Chinesen sehr geschätzte Importware aus Europa.

Für die Erschließung des chinesischen Marktes hat Aldi einen für das Unternehmen unüblichen Ansatz gewählt. Denn zunächst war Aldi nur mit einem Online-Shop präsent. Über die E-Commerce-Plattform Tmall hat der Händler inzwischen viel über den Markt und die Konsumgewohnheiten der Chinesen erfahren können. Das wurde intern als wichtiger Zwischenschritt beim Aufbau eines Sortimentes gesehen. Shanghai galt von Beginn an als guter Startpunkt für eine Expansion. In der Region leben etwa 30 Millionen Menschen und  logistisch gibt es eine gute Anbindung per Flugzeug und über den Meerweg.

Mehr zu Aldis China-Plänen lesen Sie in der LZ 22-19


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