Flexibles Arbeiten Home-Office birgt auch Risiken

von Redaktion LZ
Dienstag, 22. August 2017
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) weist darauf hin, dass die Arbeit im Home-Office negative Folgen hat – neben den Vorteilen wie Flexibilität, Zufriedenheit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Oftmals klagten Heimarbeiter über schlechten Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzen.

Home-Office-Beschäftigte vermissen die Wahrnehmung ihrer Arbeitsleistung. Das wirke sich auf die Motivation aus. Auch ließen sich Konflikte schlechter lösen, wenn nicht ein Mindestmaß an gleichzeitiger Anwesenheit im Betrieb gegeben ist. Zudem leide der Ausbau beruflicher Kompetenzen, da das informelle Lernen wegfällt. Selbst ausgereifte Regelungen zum Home-Office könnten regelmäßige Treffen vor Ort nicht ersetzen, so das IAB. Dafür sei ein erhöhter Koordinationsaufwand zu bewältigen. Führungskräfte müssen dafür die Verantwortung tragen. Hinzu komme die Gefahr stärkerer Vermischung von Arbeit und Privatleben. "Always on", also die ständige Erreichbarkeit, werde besonders dann zum Problem, wenn Beschäftigte kaum noch abschalten können. Obwohl eine Eigenverantwortung der Beschäftigten besteht, seien Regelungen erforderlich, um Arbeitnehmer – auch vor sich selbst – zu schützen, so das IAB.

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