Führung Krisenmanagement fordert Finanzchefs ganz neu

von Redaktion LZ
Mittwoch, 26. August 2020
Fabien Dawidowicz: CFO von Spendesk, einem französischen Anbieter von Plattformlösungen für das Ausgabenmanagement
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Fabien Dawidowicz: CFO von Spendesk, einem französischen Anbieter von Plattformlösungen für das Ausgabenmanagement
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Krisenmanagement fordert Finanzchefs ganz neu
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Viele Unternehmen werden wirtschaftlich noch lange an den Folgen von Corona zu tragen haben. Finanzchefs sind jetzt vor allem kommunikativ gefordert. Autorenbeitrag von Fabien Dawidowicz, CFO von Spendesk

Der Corona-Virus hat die Wirtschaft in Unternehmen, die mit Hotellerie, Gastronomie oder Veranstaltungsgeschäft zu tun haben, weiterhin fest im Griff. Die Betreiber müssen sich auf neue Bedingungen einstellen. Für Unternehmen gibt es dabei nicht den einen perfekten Weg, diese Krise zu bewältigen. Schon gar nicht, wenn es sich um eine globale Pandemie handelt. Firmen sind auf eine solide finanzielle Führung angewiesen. Auf Finanzchefs kommt in diesen Zeiten die Rolle des Krisenmanagers zu. Sie haben die Daten, die Fähigkeiten und die breite Unternehmensperspektive, um das Schiff durch unruhige Gewässer zu steuern. Besonders wichtig dabei ist die richtige Kommunikation - mit Lieferanten, den Mitarbeitern und anderen Finanzexperten.

Vor allem dann, wenn sich die Firma im Homeoffice befindet und aus der Ferne geführt werden muss. Normalerweise sollte der CEO diese Art von Kommunikation übernehmen. Ein CFO ist eher dafür da, die Veränderungen zu managen und den Prozess zu begleiten – er dient zusätzlich als Informationsquelle für das Team bei spezifischen Fragen. Zum Erfahrungs- und Wissensaustausch empfiehlt sich der Austausch mit anderen CFOs über ein Netzwerk wie CFO Connect. Es hilft auf jeden Fall, von anderen zu lernen und sich mit Peers auszutauschen, die sich in der gleichen Situation befinden. Was wir aktuell erleben, ist so noch nie dagewesen. Laufend gibt es Neuigkeiten, zum Beispiel bezüglich der Unterstützung durch die Regierung und das Unternehmen muss schnell reagieren. In der Community können wir diese Informationen teilen und diskutieren, was der jeweils neue Wissensstand bedeutet – so hat jeder Zugriff auf das Wissen und die Erfahrung Hunderter anderer CFOs.

Transparenz ist der Schlüssel für den Umgang mit Mitarbeitern. Was genau heißt das? CFOs stehen vor der schwierigen Entscheidung, Kürzungen an der richtigen Stelle anzusetzen, also dort, wo sie keine allzu negativen Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Hierbei ist es wichtig, eine grobe Übersicht der Zahlen mit dem Führungsteam zu teilen, welches die Entscheidungen umsetzt. Damit diese auch voll einbezogen sind in den Prozess der Kostenkürzungen und die Entscheidungen transparent darlegen können im Team.

Sehr hilfreich ist eine Lösung für das Ausgabenmanagement mit Bedienbarkeit aus dem Home-Office, wie Spendesk sie anbietet. Das Finanzteam braucht Zugang zu aktuellen und verlässlichen Daten zu allen Unternehmensausgaben, um den Cash Flow managen zu können und das Forecasting jeweils entsprechend anzupassen.

Es ist zentral, jetzt zumindest genügend Mittel für die nächsten 12 bis 18 Monate zur Verfügung zu haben. Ist dies nicht der Fall, gilt es, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, z.B. mit Lieferanten und Kunden zu verhandeln, Unterstützungsmaßnahmen der Regierung zu prüfen und zu sehen, wo Kosten eingespart werden können. Gleichzeitig ist es wichtig, das Budget für die kommenden Monate anzupassen – auch wenn das aufgrund der erhöhten Unsicherheit und vieler verschiedener Faktoren schwierig ist. Auf jeden Fall hilft es, Szenarien zu entwerfen, in der verschiedene Umsatzrückgänge simuliert werden.

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