GfK Consumer Index Bei diesen LEH-Vertriebsschienen treibt das Coronavirus die Erlöse

von Redaktion LZ
Montag, 30. März 2020
Die LEH-Food-Vollsortimenter haben mit einem Umsatzplus von 16 Prozent den stärksten Zuwachs.
imago images / Sven Simon
Die LEH-Food-Vollsortimenter haben mit einem Umsatzplus von 16 Prozent den stärksten Zuwachs.
GfK Consumer Index
Bei diesen LEH-Vertriebsschienen treibt das Coronavirus die Erlöse
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Der Umsatz im LEH wächst im Februar wegen der Corona-Krise durchweg zweistellig. Dabei hat vor allem eine Vertriebsschiene die Nase vorn.
Alle LEH-Vertriebsschienen profitieren im Februar von der Corona-Krise. Das hängt laut GfK-Angaben unter anderem damit zusammen, dass der zuletzt dynamisch gewachsene Außer-Haus-Konsum schlagartig zum Erliegen gekommen ist. Alle LEH-Vertriebsschienen legen beim Umsatz zwischen zwölf (Drogeriemärkte) und 16 Prozent (LEH-Food-
Vollsortimenter) zu. Dabei gelte es zu beachten, dass sich die LEH-Food-Vollsortimenter mit einem Plus von 16 Prozent im Februar auf hohem Niveau leicht dynamischer entwickelt hatten als die Discounter, die "nur" ein Plus von 13 Prozent vorlegen.

Die SB-Warenhäuser und Supermärkte steigern ihre Umsätze um 14 Prozent. Discounter profitieren also unterproportional von der Krise und wachsen schwächer als der Gesamtmarkt. Ein Grund könnte darin liegen, dass die Vollsortimenter mehr Auswahl haben und auch teurere Produkte den Kunden bieten. Das Plus von 12 Prozent bei den Drogeriemärkten im Februar überrascht angesichts der Corona-Panik auch nicht.


Laut den weiteren Angaben stiegen im gesamten FMCG-Markt die Umsätze in der letzten Februar-Woche und in den beiden ersten März-Wochen laut dem GfK Consumer Index um 17 Prozent. Ganz klar, in dieser Zeit brachten die Hortungskäufe die Entwicklung voran. Die Segmente Hautdesinfektionen (plus 569 Prozent), Hygiene/Santätreiniger (+189 Prozent), Feuchtreinigungstücher (+154 Prozent), Getreidemehl (+126 Prozent), Reis (+112 Prozent), Seife fest/flüssig (+111 Prozent), Haushaltshandschuhe (+108 Prozent), Fertiggerichte in Dosen (+106 Prozent) erfuhren außerordenliche Wachstumsraten. Ebenfalls rasant zulegen konnten die Abverkäufe bei Suppen/Eintöpfe flüssig (+89 Prozent), Teigwaren (+72 Prozent) und Toilettenpapier trocken (+71 Prozent).

Bei diesen Zahlen ist noch Luft nach oben, zumal noch nicht der ganze März mitgerechnet wurde. Die Hamsterkäufe haben da ja erst richtig begonnen. Zu berücksichtigen sei auch, dass noch nicht klar ist, welche finanziellen Auswirkungen die Coronavirus-Krise in den nächsten Monaten auf die Haushalte hat. (hof/hjs)
Coronavirus (Symbolbild)
imago images / ZUMA Press
 

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