HR-Kongress DGFP stärkt Personaler

von Julia Wittenhagen
Freitag, 23. November 2018
Interaktion erwünscht: Wurfmikrofon für die knapp 500 Besucher.
DGFP e.V.
Interaktion erwünscht: Wurfmikrofon für die knapp 500 Besucher.
Im Loft natürlich ermunterte die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) ihre Mitglieder bei der Jahrestagung, Treiber der Transformation zu werden.

"Wer von ihnen weiß, welche Talente er in fünf Jahren braucht, hebe den Finger." Bei dem Eröffnungsvortrag der Jahrestagung machte Ariane Reinhart, im Vorstand der DGFP und Personalvorstand bei Continental, sich stark dafür, dass HR-Fachkräfte zu den ersten im Unternehmen gehören, die Transformation annehmen und umsetzen. Dafür sei eine solide Datenbasis notwendig, Kenntnis über die Marktposition und Begeisterung für das Produkt. "Wir sind genauso innovativ wie eine Forschung & Entwicklungs-Abteilung, weil wir Menschen enabeln, neue Aufgaben zu übernehmen", feuerte sie ihr Publikum an. Zukunftsweisend war die Paneldiskussion, "Weg mit den Hierarchieen". Führungskräfte müssten den Grad zwischen Freiheit und Struktur neu verhandeln, waren sich Unternehmsvertreter einig. "Wir fördern Wissensaustausch zwischen allen Mitarbeitern, um für jede Aufgabe das beste Team zu finden. Organigramme bilden daher nicht mehr die Wirklichkeit ab", sagte Anna Söber von B. Braun Melsungen. Bei der Haufe Group wählen Mitarbeiter einmal im Jahr ihre Führungskräfte, "weil diese häufig die letzten sind, die merken, dass sie ihren Zenith überschritten haben", erzählte Herrmann Arnold, der als Geschäftsführer selbst schon einmal ins Team zurückgegangen ist. Beim Arbeiten unter seinem Nachfolger habe er unheimlich viel über Führung gelernt.

Zwei Tage lang mischten sich Vorträge, interaktive WorkingLabs und Diskussionsrunden. Sehr erfrischend war der Vor-Ort-Termin bei Rewe Digital – ebenfalls im Loft natürlich. Dort erzählten drei hochmotivierte Mitarbeiter von zentralen wöchentlichen Stand-ups für alle, Duzkultur und dem sehr ergebnisorientierten, schnellen Arbeitsstil, der trotz hipper Umgebung längst nicht bei jedem Kollegen aus der Rewe Group Neid wecke. In die "Werkstatt" zu den IT-Entwicklern ging es nicht. Zu groß sei die Abguck- und Abwerbegefahr.

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