Hamster-Index KW 13 Diese Warengruppen waren am stärksten gefragt

von Marco Kitzmann und Jörg Konrad
Dienstag, 07. April 2020
Einige Warengruppen in den deutschen Supermärkten kehren langsam wieder in normale Absatzregionen zurück.
imago images / Xinhua
Einige Warengruppen in den deutschen Supermärkten kehren langsam wieder in normale Absatzregionen zurück.
Hamster-Index KW 13
Diese Warengruppen waren am stärksten gefragt
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Die allmähliche Beruhigung der Ausnahmesituation im deutschen Lebensmittelhandel setzt sich in der letzten Märzwoche fort. Einzelne Warengruppen weisen zwar noch immer weit überdurchschnittliche Absatzzuwächse aus. Gegenüber der Vorwoche sinken die Zuwachsraten aber über alle Produktbereiche hinweg – mit einer Ausnahme.

Die erste Bevorratungswelle scheint durch zu sein. Zumindest, wenn sich der Blick auf die von Nielsen für die Kalenderwoche 13 berichteten Einkaufsdaten richtet. Nachdem sich in KW 12 das große Hamstern von Grundnahrungsmitteln, Desinfektions- sowie Reinigungsprodukten erstmals abgeschwächt hatte, setzt sich dieser Trend nun fort.

Mit einer Ausnahme sind in den von den Frankfurter Marktforschern ausgewählten FMCG-Bevorratungswarengruppen die Zuwachsraten zuletzt weiter deutlich gesunken – übrigens auch beim Hortungsklassiker Toilettenpapier. In der vierten Märzwoche – der ersten mit verschärften Ausgangsbedingungen, Schulschließungen und Kontaktverboten – waren haltbare Lebensmittel und Fertiggerichte aller Couleur wie Mehl, Zucker, Reis und Teigwaren sowie Nass-Fertiggerichte am stärksten nachgefragt, allerdings auch hier mit rückläufigen Zuwachsraten.


Einzig bei Fixprodukten steigerten sich die Zuwächse gegenüber der Vorwoche noch einmal: Nach einem Plus von knapp 50 Prozent in KW 12 auf nun gut 116 Prozent. Damit landet die Kategorie auf dem zweiten Platz hinter Desinfektionsmitteln (+154,9 Prozent), die erneut die stärkste Absatzsteigerung vorlegten.

Auch Brotbackmischungen und Würstchenkonserven wurden Ende März seltener gehortet als zuletzt. Bei Zahncreme (-5,7 Prozent), Süßwaren (-6,6), H-Milch (-8,6), Bier/Biermix (-9,4), Salami (-9,6), Limonaden (-9,8), Spirituosen (-9,8) und Wasser (-12,8 Prozent) gingen die Umsätze sogar zurück. Den stärksten Einbruch verzeichnete Baby-Beikost, deren Absatz gegenüber der Vorjahreswoche um fast ein Drittel zurückging. Hier scheinen die Verbraucher bereits verstärkt auf die zuvor angelegten Vorräte zurückzugreifen.



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