Hamsterkäufe lassen nach Die Rückkehr der Nudel

Dienstag, 24. März 2020
Die Nudel gilt in Zeiten der Corona-Krise gemeinhin als Sehnsuchtsobjekt unter Verbrauchern in Deutschland.
imago images / agefotostock
Die Nudel gilt in Zeiten der Corona-Krise gemeinhin als Sehnsuchtsobjekt unter Verbrauchern in Deutschland.
Hamsterkäufe lassen nach
Die Rückkehr der Nudel
:
:
Info
Abonnenten von LZ Digital können sich diesen Artikel automatisiert vorlesen lassen.
Toilettenpapier ist teils noch rar, bei vielen anderen Produkten normalisiert sich aber allmählich die Situation. Für die viele Arbeit, die das erst ermöglicht, können die Beschäftigten im LEH jetzt auf einen Bonus hoffen.

Toilettenpapier und Desinfektionsmittel sind oft noch rar in vielen Regalen - doch bei etlichen anderen Produkten werden die Lücken inzwischen wieder kleiner. "Wir stellen fest, dass sich die Regale wieder mehr und mehr füllen", sagte der Sprecher des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), Christian Böttcher, am Dienstag. Das gelte auch bei in den vergangenen Wochen stark nachgefragten Produkten wie Nudeln oder Reis. Große Einzelhandelsketten bestätigten bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur den Trend.

„Wir gehen davon aus, dass in Kürze auch der Sättigungsgrad der deutschen Haushalte bei Toilettenpapier erreicht sein sollte.“
Christian Böttcher, Sprecher des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels

"Die Verbraucher gewöhnen sich allmählich an die aktuelle Situation", erklärte Böttcher die Entwicklung. Das zeige sich auch in einer gewissen Normalisierung des Einkaufsverhaltens. Selbst bei dem geradezu zum Symbol der Hamsterkäufe gewordenen Toilettenpapier hofft der Branchenkenner schon bald auf Besserung. "Wir gehen davon aus, dass in Kürze auch der Sättigungsgrad der deutschen Haushalte bei Toilettenpapier erreicht sein sollte", sagte er.


Coronavirus (Symbolbild)
imago images / ZUMA Press

In den vergangenen Wochen hatte die Coronavirus-Krise zeitweise zu massiven Hamsterkäufen geführt. An einzelnen Tagen verkauften die Händler doppelt so viel Ware wie normal. Doch im Laufe der vergangenen Woche sei der Kundenansturm allmählich abgeflaut, ist in der Branche zu hören. "Die Lage entspannt sich deutlich", hieß es bei Rewe. Viele Verbraucher hätten ihre Vorräte offenbar mittlerweile aufgefüllt. Auch der Großflächen-Discounter Kaufland berichtete: "Die Kundenfrequenz in unseren Filialen hat sich aktuell normalisiert." Aldi berichtete zumindest von einer leichten Entspannung der Lage. (dpa)
top-manager
Ute Schmidt/Aldi Süd/Alex Schmidt/Thomas Schindel/

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Anzeige

Meistgelesen

stats