Hohe Online-Nachfrage E-Food-Boom in UK stresst Händler

von Mike Dawson
Donnerstag, 02. April 2020
Schwer im Einsatz: Ein Ocado-Lieferwagen in England.
Ocado
Schwer im Einsatz: Ein Ocado-Lieferwagen in England.
Hohe Online-Nachfrage
E-Food-Boom in UK stresst Händler
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Weltweit boomen die Online-Umsätze der Lebensmittelhändler als Folge der Corona-Pandemie. Die extrem gesteigerte Nachfrage lässt sich aber trotz der massiven Rekrutierung von Zeitarbeitern und der Zahlung von Boni auch in Großbritannien nicht befriedigen.
Rekordzeiten bei Ocado, Englands größtem Online-Pure Player. Finanzvorstand Duncan Tatton-Brown zufolge liegt die Nachfrage seit dem Ausbruch des Coronavirus beim Vierfachen des Vorjahreswertes.

Obwohl die britischen Online-Händler ihr Personal aufgestockt haben, gelingt es ihnen dennoch nicht, die Nachfrage zu bewältigen. Viele Anbieter schlagen gerade die entgegengesetzte Richtung ein: Ocado hat den Lieferdienst auf Stammkunden beschränkt. Marktführer Tesco.com begrenzt die Online-Bestellungen auf 80 Artikel je Bestellung. Die Situation wird zum Teil durch die saloppen Äußerungen von Politikern verschärft. Premier Boris Johnson hatte seine Landsleute aufgefordert, "möglichst viel" online zu kaufen.

Für Negativ-Schlagzeilen sorgen auch abgestürzte Webseiten etwa beim LEH-Branchenzweiten J. Sainsbury: Beschwerde-Mails von frustrierten Kunden aus Risiko-Gruppen, die ihre Bestellungen nicht abschicken konnten, werden in den Sozialen Medien geteilt.

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