Hygiene und Zutrittsbeschränkungen Lidl will Kunden und Mitarbeiter mit einheitlichem Konzept schützen

von Jörg Rode
Donnerstag, 26. März 2020
Einlasskontrollen bei Lidl Im Rotfeld in Saarbrücken-Burbach am vergangenen Montag.
imago images / Becker&Bredel
Einlasskontrollen bei Lidl Im Rotfeld in Saarbrücken-Burbach am vergangenen Montag.
Hygiene und Zutrittsbeschränkungen
Lidl will Kunden und Mitarbeiter mit einheitlichem Konzept schützen
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Lidl gibt seinen Filialen ein einheitliches Konzept in die Hand, mit dem sie auf das Risiko durch das Coronavirus sowie staatliche und kommunale Auflagen reagieren sollen. Es umfasst Hygiene- und Schutzmaßnahmen sowie den Umgang mit von Behörden angeordneten Zutrittsbeschränkungen.

Der Discounter hat nach eigenen Angaben "kurzfristig beschlossen, ein einheitliches und umfassendes Hygiene- und Schutzmaßnahmenkonzept" in seinen rund 3200 Filialen in Deutschland umzusetzen. Dazu gehören laut Lidl "Kundenbetreuer" (meist von externen Sicherheitsdiensten) an jedem Filialeingang, professionelle Hinweise und Bodenaufkleber zu Abstandsregelungen und Hygiene-Tipps "über den gesamten Verkaufsraum verteilt", Plexiglasschutz an allen Kassen, Einmalhandschuhe zur freiwilligen Verwendung für Kassenpersonal und eine regelmäßige Desinfizierung der Einkaufswagengriffe.

Gleichzeitig versucht der Discounter, das Wirrwarr der Kundenzahl-Begrenzungs-Verordnungen der Bundesländer und Kommunen durch Tipps aus der Zentrale umsetzbar zu machen. Die Länder Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Saarland schreiben flächendeckend vor, nicht mehr als einen Kunden pro 10 qm Verkaufsfläche in einen Laden zu lassen. Städte wie Frankfurt und Hanau sind noch schärfer. Sie ziehen die Grenze per Verordnung bei maximal einem Kunden pro 20 qm.

Lidl will solche Vorschriften durch eine einfache Methode für die Filialen handhabbar machen: Jeder Kunde muss einen Einkaufswagen in den Markt mitnehmen, was ein einfaches Zählen der zu einem bestimmten Zeitpunkt im Outlet einkaufenden Verbraucher ermöglicht. Gleichzeitig, so Lidl, sind die Wagen eine "einfache Hilfe zur Abstandseinhaltung", die viele Behörden vorschreiben.

"Damit die Maßnahmen vollumfänglich greifen, appellieren wir an jeden Einzelnen, verantwortungsvoll mit der Situation und rücksichtsvoll miteinander umzugehen", erklärt in diesem Zusammenhang Matthias Oppitz, Geschäftsleitungsvorsitzender von Lidl Deutschland.

Coronavirus (Symbolbild)
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