Innovations-Plattform Start-up-Duell bei Nestlé

von Julia Wittenhagen
Freitag, 22. März 2019
Gründergeist in Frankfurt: Vorstand Hubert Stücke (2.v.l.) hat Start-ups eingeladen.
Nestlé Deutschland
Gründergeist in Frankfurt: Vorstand Hubert Stücke (2.v.l.) hat Start-ups eingeladen.
Honig von nebenan oder Kekskapseln für den 3D-Drucker? Nestlé-Mitarbeiter können auf dem Weg in die Kantine Innovationen von Start-ups testen, über die beste Idee abstimmen und kommen ganz nebenbei in Kontakt mit Gründern.

Zum zweiten Mal holt sich Nestlé Gründer-Spirit in die Frankfurter Zentrale. Bei der Start-up-Arena treten vom 18. bis 20. März sechs Start-ups mit ihren Produkten im Direktvergleich gegeneinander an. Statt Investoren entscheiden hier die Konsumenten (Nestlé Mitarbeiter) über den Produkttest, wer das Duell das Tages für sich entscheidet. Am Nachmittag bekommen die Gründer Feedback von Nestlé-Profis zu Verpackung, Marketing oder Design. Der Gesamtsieger wird einen ganzen Tag lang zu Austausch und Coaching mit Vorstand und Experten eingeladen. Überdies stellt Nestlé das Start-up bei einem führenden Handelspartner vor. "Natürlich profitieren auch wir von den Gesprächen mit jungen Unternehmern", sagt Hubert Stücke, Vorstand Geschäftsentwicklung bei Nestlé. "Sie inspirieren uns mit ihrem unkonventionellen Blick und ihrer Schnelligkeit." Bei Nestlé seien Entwicklungsprozesse viel komplexer. "Start-ups hingegen fangen einfach an", so Stücke. Sie hätten in den letzten zwei, drei Jahren viel Bewegung in den Nahrungsmittelmarkt gebracht. "Deshalb wollen und müssen wir uns mit ihnen beschäftigen." Im Gegensatz zu anderen Unternehmen seien Inkubatoren und Venture Capital-Töchter aber nicht der Weg, den Nestlé dabei einschlagen möchte.

"Mit Aktionen wie der Start-up-Arena schaffen wir eine zwanglosere Möglichkeit, uns gegenseitig kennenzulernen." Denn erst einmal stehen keine Investitionsabsichten im Vordergrund. "Bei der ersten Veranstaltung im letzten Jahr mussten wir noch Firmen ansprechen. Jetzt hat sich unser Angebot herumgesprochen und wir kriegen viele Anfragen von jungen Unternehmen", sagt Stücke. Deshalb soll es das Format künftig zweimal im Jahr geben. "Es ist ein gutes Tool für den Austausch und wenn alles passt, kann natürlich auch eine Partnerschaft daraus werden."

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