Julia Fröhlich / Kaufland Auf die Menschen kommt es an

von Sabrina Schadwinkel
Freitag, 09. November 2018
Julia Fröhlich gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2018.
Bert Bostelmann
Julia Fröhlich gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2018.
Als Kind hat Julia Fröhlich von einer eigenen Tierarztpraxis geträumt. Heute ist die 23-Jährige Marktleiterin bei Kaufland. Trotz des steigenden Leistungsdrucks im Handel ist es ihr wichtig, ihre 85 Mitarbeiter mitzunehmen.

Was war bisher Ihre größte Herausforderung?

Der Schritt vom Lernen zum Lehren, als ich Familie und Heimat für die erste Marktleiterposition hinter mir gelassen habe.

Inzwischen sind Sie als Marktleiterin zurück in Sachsen. Wie würden Sie Ihren Job beschreiben?

Ich bin bei Kaufland nicht nur Filialmanager, Kennzahlenoptimierer und Prozess- und Konzeptumsetzer, sondern auch Personalstratege, Trainer, Mitarbeiterentwickler und leidenschaftlicher Händler. Dabei gefällt mir besonders das Kennenlernen, Formen und Entwickeln von erfolgreichen Teams.

Wie stellen sich Ihre Freunde Ihre Arbeit vor?

Manche fragen sich, warum wir so früh anfangen, obwohl der Laden erst um 7 Uhr öffnet. Andere denken, dass es viel Kraft und Zeit kostet solch eine verantwortungsvolle Position innezuhaben.

Was kostet die meiste Kraft in Ihrem Job?

Gerade als junger Mensch ist es sehr anstrengend, sich jeden Tag aufs Neue zu beweisen und den Respekt von Kollegen und Mitarbeitern zu verdienen.

Zur Person

Julia Fröhlich (23) möchte in den kommenden zehn Jahren Verkaufsleiterin bei Kaufland werden. Mit dem Preisgeld will sie sich in Sachen Unternehmensführung und Konfliktmanagement weiterbilden.

Welche Arbeit könnten Sie sich überhaupt nicht vorstellen?

Ich könnte niemals Berufe ausüben, bei denen ich direkt mit menschlichem Leid konfrontiert würde – zum Beispiel in einem Hospiz. Das würde mich persönlich zu sehr ergreifen.

Was war denn als Kind Ihr Traumberuf?

Als Kind habe ich immer von einer eigenen Tierarztpraxis geträumt.

Was glauben Sie, wie kaufen wir in zehn Jahren Lebensmittel ein?

Der Lebensmitteleinzelhandel wird dann noch dynamischer, automatisierter und auf den ersten Blick regionalisierter sein.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit?

Ich versuche einen gesunden Ausgleich zu schaffen und meine Akkus wieder aufzuladen. Mal gelingt das bei einem gemütlichen Filmabend mit Freunden, mal bei einer Radtour entlang der Elbe.

Was war Ihr bester Einfall in letzter Zeit?

Einen spontanen Kurzurlaub an der Ostsee zu machen.

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