Karrierewege Digitale Frauen-Vorbilder sichtbar machen

von Silke Biester
Donnerstag, 04. Oktober 2018
Einigkeit in der Diskussionsrunde: „Teilzeit darf nicht zu Karrierebrüchen führen.“
Amazon
Einigkeit in der Diskussionsrunde: „Teilzeit darf nicht zu Karrierebrüchen führen.“
Unter dem Motto "Mein Leben, mein Job und ich" fokussierte die Amazon Academy in Kooperation mit der Brigitte Academy Karrierewege und Chancen in der digitalen Arbeitswelt.

Amazon setzt bei dem Event auf Motivation potenzieller Gründerinnen. "Unternehmertum ist weder weiblich noch männlich", stellte Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber bei der Podiumsdiskussion klar. "Die Frauen sollten aber in der Öffentlichkeit sichtbarer werden." Gemeinsam hatten Amazon, Brigitte und der Verband der Unternehmerinnen erst zwei Wochen zuvor die "Unternehmerinnen der Zukunft" ausgezeichnet, die als digitale Vorbilder bei dem Academy-Event präsentiert wurden.

Für Unternehmen gelte grundsätzlich, dass sie ein Arbeitsumfeld schaffen müssen, das Chancengleichheit ermöglicht. Um Mitarbeiterinnen auf ihrem Karriereweg nicht auszubremsen, setze der Digitalriese auf Work-Life-Harmonie: "Es darf kein Karrierebruch entstehen, wenn jemand die Arbeitszeit reduziert", sagt Kleber. Das gleiche Ziel verfolgt Cawa Younosi, Head of Human Resources bei SAP. Als er mitbekam, dass viele Frauen im Unternehmen sich ausgebremst fühlen, weil Führungspositionen mit Vollzeit verknüpft sind, hat er konsequent umgeschaltet: Jetzt werden alle Leitungsfunktionen in 75-prozentiger Teilzeit ausgeschrieben, damit Frauen, die aufgrund ihrer familiären Situation nicht Vollzeit arbeiten wollen, nicht abgeschreckt werden, sich dafür zu bewerben.

"Nicht nach hinten schauen, auf Künftiges freuen und gerne alles Erreichte wegwerfen, um etwas noch Besseres zu schaffen", so beschrieb Amazon Deutschland-Chef Ralf Kleber sein persönliches Erfolgskonzept, das zugleich mit der Herangehensweise des Unternehmens übereinstimme. "Seid mutig, habt keine Angst vor Fehlern und sucht euch Mentoren, die euch weiterbringen können", riet denn auch Fränzi Kühne von TLGG den 1 000 Zuhörerinnen. Dass sie selbst nicht zögert, den nächsten Schritt zu machen, nimmt man der Gründerin der ersten Digitalagentur Deutschlands und jüngsten Aufsichtsrätin der Nation zweifelsfrei ab.

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