Konditionenstreit So erklärt Kaufland den Kunden die Unilever-Auslistung

von Redaktion LZ
Dienstag, 04. September 2018
480 Unilever-Produkte schmeißt der Großflächendiscounter Kaufland aus den Regalen.
LZ-Archiv
480 Unilever-Produkte schmeißt der Großflächendiscounter Kaufland aus den Regalen.
Nach der Ankündigung des Großflächendiscounters Kaufland, Produkte von Unilever auslisten zu wollen, läuft die Kundeninformationskampagne in den Märkten an. Dabei geht Kaufland offensiv vor.

K-Classic statt Knorr: Am Tag, nachdem Kaufland angekündigt hat, 480 Unilever-Produkte ab sofort auszulisten, weist der Großflächendiscounter auf Informationstafeln seine Kunden auf die Hintergründe hin und empfiehlt unter anderem den Griff zu den Eigenmarken – als "attraktive Alternativen".

Um die Regale von Langnese, Axe und Co. schneller zu leeren, werden nach Stichproben der LZ in einigen der bundesweit rund 660 Kaufland-Filialen vereinzelt Artikel als reduzierte Aktionsware abverkauft, die sich von Markt zu Markt unterscheiden.

Mit diesen Worten erklärt Kaufland seinen Kunden die Unilever-Auslistung.
LZ-Archiv
Mit diesen Worten erklärt Kaufland seinen Kunden die Unilever-Auslistung.
In einigen Filialen weisen zudem Regalstopper an den entsprechenden Produkten auf die Auslistungsaktion hin. "Die Firma Unilever hat die Preise für die Produkte dieser Marken für Kaufland erhöht", heißt es dort. "Wenn wir dies akzeptieren würden, könnten wir unser Versprechen nicht mehr einhalten, Ihnen neben der großen Auswahl und hohen Qualität stets den besten Preis zu liefern."

Während Kaufland auf die Kommunikation mit den Kunden setzt, herrscht bei Unilever dem Vernehmen nach Erstaunen darüber, wie offensiv Kaufland in diesem Fall kommuniziert. Bisher hat der Konsumgüterriese keine Stellung zum Thema genommen. (ge/cl/muk)

Schlagworte zu diesem Artikel:

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats