Krisen-Konsum Bio, Frische und Verpacktes werden weiter nachgefragt

von Britta Rosbach
Donnerstag, 02. April 2020
Laut BCG wollen die Deutschen auch in den kommenden Monaten verstärkt Lebensmittel einkaufen und Vorräte anlegen.
imago images / Geisser
Laut BCG wollen die Deutschen auch in den kommenden Monaten verstärkt Lebensmittel einkaufen und Vorräte anlegen.
Krisen-Konsum
Bio, Frische und Verpacktes werden weiter nachgefragt
:
:
Info
Abonnenten von LZ Digital können sich diesen Artikel automatisiert vorlesen lassen.
In den nächsten sechs Monaten wollen die Deutschen verstärkt gesundheitsförderliche und verpackte Lebensmittel einkaufen. Das und mehr hat die Boston Consulting Group in einer Studie ermittelt. 

Das Immunsystem stärken, seltener Einkaufen gehen, mehr online bestellen – das nehmen sich in diesen Wochen viele Menschen vor. Dass dies wahrscheinlich auch noch länger so bleiben wird, zeigen Ergebnisse des "Covid-19 Consumer Sentiment Survey" der Boston Consulting Group (BCG). Die Unternehmensberatung hat in ihrer Studie die Konsumpläne von 3085 deutschen Verbrauchern im Zeitraum vom 27. bis 30. März 2020 untersucht. Darin werden sie befragt, was und wo sie in den nächsten sechs Monaten verstärkt einkaufen wollen. 

Demnach profitieren Lebensmittel und Gesundheitsprodukte sowie Haushaltsartikel wie Toilettenpapier wohl auch mittelfristig vom öffentlichen Lockdown in Corona-Zeiten. Etwa jede vierte Befragte erwartet, für diese Produkte auch im kommenden halben Jahr mehr Geld auszugeben. In puncto Food sind laut BCG vor allem Frische- und Bioartikel weiterhin stark gefragt. In diesen Segmenten will etwa jeder Dritte seine Ausgaben erhöhen. Auch verpackte Lebensmittel, inklusive Dosenfood und TK, sowie Babynahrung werden mehr gekauft, so die befragten Verbraucher. Dagegen planen nur etwa 7 Prozent, mehr für alkoholhaltige Getränke zu investieren.

Auch die stärkere Vorratshaltung wollen viele Menschen in den nächsten Monaten beibehalten. 47 Prozent möchten ihre privaten Vorräte aufstocken, sobald sich abzeichnet, dass der Nachschub in den Läden langsamer läuft. Vor allem mit Lebensmitteln, Getränken und Haushaltsprodukten wollen sie sich eindecken. Zudem erwartet ein knappes Drittel in nächster Zeit Preiserhöhungen . 

Was die Wahl der Einkaufsstätten angeht, bleiben die Verbraucher besonders dem LEH und den Onlineanbietern weiter treu. Mehr noch: Bis zu 15 Prozent der Befragten erwarten, ihre Ausgaben in Discountern und Supermärkten noch zu erhöhen. 7 Prozent wollen mehr in Drogeriemärkten einkaufen. Etwa in der gleichen Größenordnung werden Onlinekäufe im nächsten halben Jahr zulegen, so die BCG-Studie. Kurzfristig allerdings planen die Konsumenten, mehr im Web auszugeben. So wollen im nächsten Monat über 20 Prozent mehr bei Amazon und etwa 15 Prozent mehr bei anderen Onlineanbietern einkaufen. 

 

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats