Melike Gönül / dm-Drogeriemarkt Wertstoffe im Fokus

von Maurizio Giuri
Freitag, 09. November 2018
Melike Gönül gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2018.
Bert Bostelmann
Melike Gönül gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2018.
Melike Gönül kann ihre Leidenschaft für Zahlen in ihrem Beruf konkret anwenden. Als Entsorgungsexpertin hilft sie dm dabei, Kosten und Emissionen zu sparen. Zum Ausgleich fotografiert die 28-Jährige und backt gerne süße Leckereien.

Was würden Sie machen, wenn Sie eine Influencerin wären?

Eine Kampagne zum bewussteren Umgang mit Ressourcen, im Speziellen mit Kunststoff.

Wie muss man sich Ihren Job als Projektmanagerin in der Entsorgungslogistik bei dm vorstellen?

Aktuell besteht die Herausforderung darin, geeignete Kreisläufe für unsere gesammelten Wertstoffe aufzubauen. Dazu stimme ich mich unter anderem mit potentiellen Abnehmern über die Qualität unserer Wertstoffe ab und lasse diese analysieren. Ich erstelle auch selbst Datenanalysen. Dieses Gleichgewicht aus Organisation und Auswertungen sagt mir an meiner Arbeit besonders zu.

Was mögen Sie außerdem am Job?

Dass ich die Möglichkeit habe, den Arbeitsalltag unserer Filialkolleginnen und -kollegen zu erleichtern. Dabei genieße ich besonders die Freiheit, selbst Prioritäten bei Themen zu setzen, an denen ich arbeite.

Und was ist besonders herausfordernd?

Die Entsorgungsbranche ist teils noch wenig digital und man muss um Innovationen stark kämpfen. Einige Unternehmen arbeiten in der heutigen Zeit noch mit dem Fax.

Zur Person

Melike Gönül (28) ist Projektmanagerin für Entsorgungslogistik bei dm. Für die Wirtschaftsingenieurin sind Abfälle Wertstoffe, die es zu nutzen gilt. Macht sie ihren Job gut, hilft sie dem Drogerie-Händler beim Sparen von Emissionen und Kosten. Gemeinsam mit der Industrie geht das besser. Künftig möchte Gönül zusammen mit Herstellern sinnvolle Verpackungen entwickeln. Ihr Preisgeld verwendet sie dafür, ihr Materialwissen und ihr Verhandlungsgeschick auszubauen.

Was denken Ihre Freunde über Ihren Job?

Dass ich Expertin dafür bin, welcher "Müll" – aus meiner Sicht "Wertstoff" – in welche Tonne gehört.

In zehn Jahren wird der Lebensmitteleinzelhandel ...

... ohne Kassierer im klassischen Sinne auskommen. Es wird Einkaufskörbe geben, die Produkte wiegen und registrieren, an welcher Stelle man sie aufgenommen hat. Die Vernetzung des Einkaufsbereichs mit dem Smartphone und das Bezahlen per Smartphone wird kommen.

Von welchem Beruf haben Sie als Kind geträumt?

Ich hatte keine konkreten Berufswünsche. Mathe hat mir immer schon Spaß gemacht, daher wollte ich das auf jeden Fall beibehalten.

Wo im Netz verbringen Sie zu viel Zeit?

Auf Instagram. Da sehe ich mir Dekorationsvideos von Torten und Keksen an. Das finde ich sehr inspirierend und entspannend.

Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?

Dann setze ich mich gerne aufs Fahrrad und erkunde die Umgebung mit meiner Kamera. Am liebsten bekomme ich dabei Tiere oder Menschen vor die Linse. Gerne kombiniere ich auch Wanderungen mit der Fotografie – eher zum Leidwesen meiner Begleiter. Außerdem bin ich leidenschaftliche Bäckerin. Vom klassischen Käsekuchen bis zu französischen Macarons darf alles dabei sein.

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