Mut zum E-Commerce "Technische Barrieren im Kopf "

von Julia Wittenhagen
Freitag, 19. Februar 2021
2020 ist für Adrian Piegsa das Jahr, in dem ein Onlineshop für viele stationäre Händler plötzlich "Prio 1" hatte. Mit seiner Agentur Tante-E hilft er Händlern beim Ladenbau auf Shopify. Er ist von der Zukunft des E-Commerce überzeugt und weiss, dass viele Shops in der Krise einen Schub bekamen.
Mut zum E-Commerce
"Technische Barrieren im Kopf "
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Adrian Piegsa: Begleitet mit seiner Agentur Tante-E Händler ins Netz.
Tante-E
Adrian Piegsa: Begleitet mit seiner Agentur Tante-E Händler ins Netz.



Herr Piegsa, was hält Händler am stärksten davon ab, online zu verkaufen?

Die größte Hürde sind die technischen Barrieren im Kopf. Vielen fehlt einfach das Vorstellungsvermögen, dass sie mit einer guten Shop-Software und ein paar Bildern ihre Ware innerhalb von einer Stunde im Netz anbieten können.



Hat denn jeder Laden online eine Chance?

Man braucht – wie im Offline-Handel auch – gute Produkte, eine Begeisterung dafür, sie zu verkaufen und ein Gesicht dazu. Denn nur so kann man sich von den großen Plattformen absetzen. Die persönliche Beziehung zum Kunden, die Beratung muss dann ins Digitale übersetzt werden, etwa durch Kostproben im Paket, Empfehlungen oder handschriftliche Notizen. Einfach machen, ist unser Rat, und Stück für Stück besser werden. Fotos kann man beispielsweise zu Beginn selbst mit dem Handy machen. Für die "echte" Ladenkulisse wären reine Onlinehändler dankbar.

Anaï s Causse: Eine der „Filles“ der Berliner Feinkosthandlung „Maître Philippe et filles
Hans Scherhaufer; Screenshot: LZ

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Und wie sorgt man für Kundschaft im E-Shop?

Auch beim Marketing kann man an das Vorhandene anknüpfen und als erstes die Stammkunden informieren, um dann kreativ über weitere Multiplikatoren im Umfeld nachzudenken, von der Kirche bis zu Handelskollegen. Die fleißige Nutzung sozialer Medien gehört natürlich auch dazu.

Glauben Sie, dass nach Corona die Online-Präsenzen wieder zurückgehen?

Ein Teil der Händler wird merken, dass digital einfach nicht ihr Ding ist. Der andere Teil wird einen ‚geht doch‘-Effekt verspüren und sich nach der Krise positiv mit dem zweiten Standbein auseinandersetzen. Corona hat uns zehn Jahre nach vorn geworfen. Der Zeitpunkt, jetzt in den E-Commerce einzusteigen, ist gut. Denn es gibt viel Unterstützung.

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