New Work Homeoffice sorgt für Spannungen

von Julia Wittenhagen
Mittwoch, 20. Januar 2021
Flexible Arbeitszeiten, Selbstorganisation und flache Hierarchien tragen derzeit zur Krisenbewältigung bei. Dass sie aber auch Schattenseiten haben, wie den Neid unter Beschäftigten, zeigt der zehnte HR-Report von Hays.
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Homeoffice sorgt für Spannungen
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Der Personaldienstleister hat hierfür mit dem Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) der Hochschule Ludwigshafen über 1000 Fach- und Führungskräfte der DACH-Region zum Thema "New Work" befragt. 61 Prozent der Befragten berichten von einer zeitlichen Flexibilisierung der Arbeit. Diese Facette von New Work scheint einfach zu realisieren zu sein, weil sie Arbeitgebern wie Arbeitnehmern gleichermaßen Vorteile bietet. Sechs von zehn aller Befragten nehmen allerdings spürbare Spannungen in unterschiedlichen Beschäftigungsgruppen wahr. 

Homeoffice sorgt für Konflikte
obs/Hays AG/©Hays, 2021
Homeoffice sorgt für Konflikte

Die Hauptursache ist Neid, der entsteht, weil jobbedingt nicht alle Mitarbeiter gleichsam vom Homeoffice-Angebot profitieren können. Aber auch Führungskräfte haben Schwierigkeiten im Umgang mit flexiblen Arbeitszeiten und -orten, denn Leistung und Präsenz gehörten für viele bisher untrennbar zusammen. Die befragten Entscheider tun sich schwer damit, ihren Mitarbeitern das notwendige Vertrauen zu schenken. Anstatt im Zuge von Homeoffice und zeitlicher Unabhängigkeit stärker auf die Eigenverantwortung der Mitarbeiter zu setzen, spricht sich noch mehr als die Hälfte von ihnen dagegen aus. Rund 60 Prozent halten sich darüber hinaus bei der Partizipation ihrer Mitarbeiter an Entscheidungen zurück. Demzufolge wundert es nicht, dass 71 Prozent der Befragten angeben, Führungskräfte hätten Probleme, Macht abzugeben.

Der Report zieht das Fazit, dass sich New-Work-Praktiken durch die disruptiven Anpassungen im Frühjahr 2020 lediglich in Bezug auf die örtliche und zeitliche Flexibilität durchgesetzt haben. In puncto einer veränderten Führung und neuen Machtverteilung nehme die Mehrheit der Befragten keine nennenswerte Veränderung wahr.

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