Pascal Lanquillon / Edeka Niemerszein Täglich neue Trends

von Sabrina Schadwinkel
Freitag, 09. November 2018
Pascal Lanquillon gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2018.
Bert Bostelmann
Pascal Lanquillon gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2018.
Pascal Lanquillon ist Einkaufsleiter bei Edeka Niemerszein. Mit Start-ups zusammenzuarbeiten, macht ihm dabei besonders Spaß. Hätte er eine Million Euro zur Verfügung, würde er selbst in junge Unternehmen investieren.

Von welchem Beruf haben Sie als Kind geträumt?

Lange Zeit wollte ich Bäcker werden. Doch das frühe Aufstehen hat mich abgeschreckt. Die Liebe zu Brot ist geblieben – vor allem zu Franzbrötchen.

A propos Aufstehen: Was machen Sie morgens als Erstes?

Frühstücken, egal um welche Uhrzeit der Wecker klingelt. Für mich ist das die wichtigste Mahlzeit des Tages.

Bäcker sind Sie zwar nicht geworden, aber doch im Lebensmittelgeschäft gelandet. Wie sieht bei Ihnen der Arbeitsalltag aus?

Ich könnte jetzt alles aufzählen, was ich bei Edeka Niemerszein als Einkaufsleitung für Aufgaben und Tätigkeiten habe. Aber wer will das alles schon lesen? Zusammengefasst: Mädchen für fast alles. Ich habe täglich mit neuen Food-Trends und Lieferanten zu tun, das finde ich besonders spannend an meiner Arbeit.

Wenn Sie in die Zukunft des Lebensmittelhandels blicken, was sehen Sie da in zehn Jahren?

Die Frage bekomme ich häufig gestellt. Ich denke, es ist schon schwer zu sagen, wie sich der LEH in den kommenden zwei Jahren verhalten wird, geschweige denn in zehn. Wenn wir eines aus Hollywood gelernt haben, dann, dass die Maschinen die Oberhand gewinnen werden. Wieso sollte das im LEH anders laufen? Aber im Ernst, ich bin mir sicher, ein nicht unbedeutender Teil wird sich online abspielen.

Wo sind Sie denn online viel, vielleicht auch zu viel unterwegs?

Definitiv bei Amazon.

Welchen Job könnten Sie niemals machen und warum?

Ich könnte mir nicht vorstellen, einen Beruf auszuüben, in dem man keinen oder kaum Kontakt zu anderen Menschen hat. Oder etwas mit Steuern.

Zur Person

Pascal Lanquillon (28) hat es vom Hauptschüler zum Einkaufsleiter bei Edeka Niemerszein und BWL-Studenten geschafft. Mit seinem Preisgeld möchte er sein weiteres Wirtschaftsstudium finanzieren.

Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?

Morgens vor der Arbeit gehe ich zum Sport. Nach dem Feierabend treffe ich mich mit Freunden, gehe sehr gerne ins Kino oder auf Konzerte. Mit meiner Freundin zusammen versuche ich, so viel wie möglich zu reisen und von der Welt zu sehen. Ich möchte unbedingt alle Kontinente besuchen – vier habe ich schon.

Was war bisher Ihre größte Herausforderung?

Das Studium neben dem Beruf und das vorausgesetzte Wissen aus dem Abitur, etwa in Mathematik, gegenüber meinen Kommilitonen aufzuholen.

Was versetzt Sie in gute Stimmung?

Musik. Ich habe eine eigene Spotify-Playlist mit dem Namen Jubel-Trubel-Heiterkeit.

Welche Menschen oder Persönlichkeiten bewundern Sie?

Alle, die sich trotz vieler Rückschläge nicht unterkriegen lassen.

Wenn Sie eine Million Euro hätten, was für ein Start-up würden Sie dann gründen?

Ein Unternehmen, um in neue Start-ups zu investieren. Damit ihnen geholfen werden kann, sich am Markt zu etablieren.

Und wenn Sie Influencer wären, dann für...

Craft-Bier oder kleine Kaffeeröster.

Was würden Sie als Ihre letzte gute Idee bezeichnen?

Einen Sodastream zu kaufen. Ich hasse es, Getränke zu schleppen und Pfand wegzubringen.

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