Personalberatung "Es fehlt an Indianern"

von Redaktion LZ
Montag, 12. August 2019
Die nach eigenen Angaben "älteste Personalberatung für den Handel", Panke Personalconsulting, wird 40 Jahre alt. Auf Fach- und Führungskräften vom Filialleiter an aufwärts liegt das Hauptaugenmerk der Dortmunder Personalbeschaffer.

"Wir merken, dass es der Branche nicht nur an Häuptlingen fehlt, sondern mehr und mehr an Indianern", weiß Geschäftsführer Andreas Boje. Daher hat Panke Personalconsulting sukzessive die Dienstleistung erweitert: Für die kostengünstige Suche nach einer Verkäuferin oder studentischen Aushilfe ist Social Media Kompetenz wichtig. Und die hat sich Panke über den Partner i³ Ende 2017 mit ins Boot geholt. "Wir nutzen mehrere Kanäle. Facebook passt noch für den Großteil unserer Klientel, aber je nach Altersstufe gehen wir auch über Instagram oder Messengerdienste", sagt Boje. Manchmal habe er das Gefühl, als hätte der Handel das Wort Fachkräftemangel erst vor kurzem zum Schlagwort erkoren. "Dabei sind die Lücken an der Bedientheke seit zehn Jahren ein Thema." Auch heute kriege Panke noch viele Stellen besetzt, der Kunde müsse nur kompromissbereiter werden. "Viele Entscheider in den Zentralen haben sich von der Fläche entfernt oder haben keine Vorstellung, wie der Bewerbermarkt aussieht." Zweites Problem seien die Entgeltsysteme. "Es wird entweder zu wenig gezahlt oder subjektiv nach Bauchgefühl." Oft fehle eine klare Struktur, die man potenziellen Mitarbeitern vermitteln könne. Boje bietet Kunden an, das Entgeltsystem anzuschauen, bevor er auf Kandidatensuche geht. Suchaufträge kommen zu 90 Prozent aus dem Handel in Deutschland und Österreich. Den Unternehmensgründer und Namensgeber, Jürgen Panke, bezeichnet Boje als "graue Eminenz" im fünfköpfigen Beraterteam.

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