Personalengpässe Angebot an Arbeitskräften sinkt

von Julia Wittenhagen
Mittwoch, 19. August 2020
In der Corona-Krise nimmt mancherort der Bedarf an Arbeitskräften ab, aber auch die bis dato wachsende Zahl an potenziellen Arbeitskräften sinkt. Auf dieses Phänomen macht das IAB - Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung aufmerksam.
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So haben sich zwischen März und Juni 2020 insgesamt 523.000 Menschen aus dem deutschen Arbeitsmarkt zurückgezogen, davon 115.000 aus Altersgründen. Viele potenzielle Arbeitskräfte stellen offenbar wegen der schlechten Arbeitsmarktlage die Jobsuche ganz ein – darunter viele geringfügig Beschäftigte. Wenn der Rückzug von Dauer ist, könnte das sogenannte Erwerbspersonenpotenzial früher und stärker schrumpfen als bisher erwartet, insbesondere wenn Zuzüge aus dem Ausland weiterhin ausbleiben. Aufgrund des demographischen Wandels warnt das IAB vor gravierenden Engpässen, sollte der Trend nach der Rezession anhalten.

Bislang ist das Erwerbspersonenpotenzial über Jahre hinweg trotz des negativen demografischen Trends gestiegen. Zum einen, weil die Erwerbsbeteiligung von Frauen und auch Älteren stark zugenommen hat, zum anderen, weil mehr Menschen aus dem Ausland zugezogen als in das Ausland abgewandert sind. Die Covid-19-Pandemie setze diesem Trend nun ein zumindest vorläufiges Ende, heißt es beim IAB.

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