Recruiting in Corona-Zeiten Nachfrage nach Studenten verdoppelt sich

von Julia Wittenhagen
Dienstag, 31. März 2020
Die Nachfrage nach studentischen Hilfskräften für den Lebensmittelhandel und die Logistik hat sich bei dem darauf spezialisierten Personaldienstleister Zenjob in den letzten zwei Wochen verdoppelt. Früher als geplant bietet der Online-Personaldienstleister aus Berlin seine Dienste jetzt an sechs weiteren Standorten an. 
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Nachfrage nach Studenten verdoppelt sich
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Wer in Essen, Bochum, Duisburg, Dortmund, Hannover und Leipzig oder acht weiteren Großstädten  schnell und vor allem kontaktlos personelle Unterstützung sucht, kann bei Zenjob Glück haben. „Auch auf Angebotsseite wachsen wir, weil die Studenten ihre Zwangsferien nutzen wollen, um Geld zu verdienen“, erklärt Zenjob-Mitgründer Fritz Trott. „Zudem fallen Kellner- und Promotionjobs wegen Corona aus.“  Anders als bei klassischen Zeitarbeitsunternehmen geht bei Zenjob alles digital: Von der Selbst-Registrierung der Studenten, ihrem Matching mit passenden Jobangeboten, bis zur digitalen Vertragssignatur. „Dieses vollautomatisierte Recruiting vereinfacht für Händler die Mitarbeitersuche während der Coronakrise.“ Studierende können noch am Tag der Anmeldung Jobs über die App finden. „Wir haben das nicht gemacht in Erwartung einer solchen Krise, aber können Unternehmen sehr schnell mit Aushilfskräften versorgen“, sagt Trott. 30.000 Studenten hat Zenjob in der Datenbank, 15.000  vermittelt die digitale Arbeitnehmerüberlassung pro Monat. „Unsere Flexibilität ist groß. Der Job kann von einem Tag bis zu mehreren Monaten dauern.“ Zur Kundschaft zählen fast alle großen Lebensmittelhändler, Drogerie- und Biomärkte. „Einzelne Märkte fragen bei uns an, aber auch die Zentralen, die dann auf einen Schlag in mehreren Städten ihren Bedarf decken können.“ Die typischen Anforderungen: „Sie möchten Personal, das motiviert und pünktlich ist und das Kassensystem bereits kennt.“ Auch diese Schulung biete Zenjob über E-Learning an. „Mit Test“, sagt Trott. „Wie Mangold aussieht, sollten Kassierer schon wissen.“ Der 2015 gegründete Dienstleister zahle den Studierenden mehr als Mindestlohn, „mindestens 11 Euro“, so Trott. „Auch an Jobs in der Landwirtschaft zeigen sie bereits Interesse. Wenn es da oder auch im Gesundheitsbereich Nachfrage gibt, machen wir die Schleusen auf.“ Zenjob wolle gern einen Beitrag leisten, um Personallücken in der Krise zu schließen.   

 

           

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