Rückkehr in den Händler-Alltag So wollen Tschechien und Litauen zurück in den Normalbetrieb

Mittwoch, 15. April 2020
Hornbach in Prag: In Tschechien sollen bald weitere Händler ihre Pforten für Kundschaft öffnen dürfen.
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Hornbach in Prag: In Tschechien sollen bald weitere Händler ihre Pforten für Kundschaft öffnen dürfen.
Rückkehr in den Händler-Alltag
So wollen Tschechien und Litauen zurück in den Normalbetrieb
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In Deutschland wird heute über Lockerungen diskutiert während andere EU-Nachbarländer bereits erste Maßnahmen umsetzen: Tschechien will schrittweise kleinere und dann größere Einzelhandelsgeschäfte öffnen. Litauen will Nonfood-Läden nur dann den Betrieb erlauben, wenn diese bestimmte Auflagen erfüllen. 

Tschechien will die wegen der Coronaseuche im Einzelhandel und im Gastgewerbe eingeführten Beschränkungen bis zum 8. Juni schrittweise abbauen und zur Normalität zurückkehren. Das gab Industrie- und Handelsminister Karel Havlicek nach der Kabinettssitzung am Dienstag bekannt.

Bereits ab Montag dürfen Handwerksbetriebe, Wochenmärkte und Autohändler wieder öffnen; später folgen in zweiwöchigen Abständen kleinere und dann größere Einzelhandelsgeschäfte. Restaurants, Hotels und große Einkaufszentren bekommen als letzte grünes Licht.

Die Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit bleibt vorerst unbefristet bestehen. Das Kabinett beschloss zudem, dass bis zu 360 Soldaten zu Hilfseinsätzen in Pflegeheime geschickt werden sollen. In Tschechien gab es bis Dienstagabend 6101 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. 161 Menschen starben.

Litauen will für Geschäfte die geltenden strengen Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus vorsichtig lockern. Nach Angaben von Ministerpräsident Saulius Skvernelis wird die Regierung des baltischen EU-Landes in ihrer nächsten Sitzung am Mittwoch über Ausnahmeregelungen für den Handel entscheiden.

"Der Vorschlag sieht vor, dass Nonfood-Geschäfte und Anbieter von Haushalts- und Reparaturdienstleistungen wiedereröffnet werden können", schrieb Skvernelis am Dienstag auf Facebook.

Separater Außeneingang Pflicht

Die Lockerung soll nur für Läden gelten, die über einen separaten Außeneingang verfügen und es damit möglich machen, die Kundenströme zu regulieren. Auch müssten die Ladenbesitzer die Sicherheitsanforderungen erfüllen, schrieb Skvernelis.

Litauen hat bislang 1070 bestätigte Coronavirus-Infektionen und 26 Todesfälle verzeichnet. Die Regierung in Vilnius hat angesichts der Corona-Pandemie den Notstand ausgerufen und das Land bis zum 27. April unter Quarantäne gestellt. Seit Freitag gilt zudem eine Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit. (dpa-AFX)

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