Schwarz-Gruppe Lidl und Kaufland bezahlen Tariferhöhung fristgerecht

von Manfred Stockburger
Donnerstag, 02. April 2020
Die Schwarz-Gruppe stellt sich gegen Versuche in der Branche, die Anpassung zu verschieben.
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Die Schwarz-Gruppe stellt sich gegen Versuche in der Branche, die Anpassung zu verschieben.
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Lidl und Kaufland bezahlen Tariferhöhung fristgerecht
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Lidl und Kaufland kündigen an, dass sie die mit Verdi ausgehandelten Tariferhöhungen wie vereinbart umsetzen und auszahlen wollen. Andere Händler und der HDE fordern angesichts der Corona-Krise eine Verschiebung der Lohn-Steigerung.

Die Mitarbeiter von Lidl in Deutschland bekommen ihre Tariferhöhung einschließlich der übertariflichen Zulagen wie geplant.  "Wir werden, wie in allen Tarifverträgen vereinbart, die Erhöhungen der Tarifentgelte fristgerecht mit 1,8 Prozent umsetzen und auszahlen“, sagte Matthias Oppitz, der Geschäftsleitungsvorsitzende der deutschen Landesgesellschaft des Discounters. „Eine Verschiebung der Zahlungen stand bei Lidl zu keiner Zeit zur Diskussion. Unsere Mitarbeiter haben in den letzten Wochen Enormes geleistet, selbstverständlich erhalten sie die zugesicherte Erhöhung inklusive der üblichen zusätzlichen Lidl-Zulage.“ Das Unternehmen stehe zu seinen Verpflichtungen.

Auch die Schwarz-Schwester Kaufland hält an der vereinbarten Erhöhung der Tarifgehälter fest. „Wir stehen zu unserer Verantwortung und unseren Verpflichtungen als Tarifpartner“, sagte ein Unternehmenssprecher der Lebensmittel Zeitung.

Der Arbeitgeberverband HDE hatte am Dienstag einen "Arbeitsplatz-Rettungs- und Unternehmens-Nothilfe-Tarifvertrag" gefordert. Verdi solle zustimmen, dass Händler die je nach Tarifbezirk im April und Mai anstehende Erhöhung der Löhne und Gehälter verschieben können - bis maximal zum Jahresende.


Die Gewerkschaft Verdi lehnt eine pauschale Aufschiebung der Gehaltserhöhungen strikt ab. In Fällen drohender Insolvenz und bei Offenlegung der betriebswirtschaftlichen Zahlen sei ein Sanierungsvertrag mit dem einzelnen Unternehmen allerdings ein möglicher Weg.  
Coronavirus (Symbolbild)
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