Stimmungsbild Große Unterschiede bei der Rolle von Marketing-Chefs

von Redaktion LZ
Donnerstag, 04. Juli 2019
Das Ansehen und der Einfluss der obersten Marketing-Chefs kann sehr verschieden sein. Das zeigt eine aktuelle Analyse zur Rolle des CMO von McKinsey.

Der Erfolg des Marketings ist oft nur schwer nachzuweisen. Welchen Anteil eine Kampagne am Verkaufserfolg und die Abteilung am Unternehmenserfolg hat, wird daher sehr unterschiedlich bewertet. Dementsprechend schwankt auch die interne Bedeutung der Chief Marketing Officer (CMO). Eine Analyse der Unternehmensberatung McKinsey zeigt auf, dass es selbst innerhalb des Top-Managements sehr unterschiedliche Urteile gibt.

Grundsätzliches Vertrauen ins Marketing hat in der Regel der oberste Boss: 83 Prozent der CMOs sind überzeugt, dass Marketing ein wesentlicher Wachstumstreiber sein könnte. Allerdings schränken 23 Prozent von ihnen ein, dass die eigene Abteilung ihr Potenzial dabei nicht ausschöpft.

Kritiker im Vorstands-Team sind oftmals die Finanzchefs. Lediglich die Hälfte der CFOs findet, dass die Marketingkollegen den Wachstumszielen entsprechende Ergebnisse abliefern. 40 Prozent von ihnen liebäugeln in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit einer Kürzung der Marketinginvestitionen.

Die Berater empfehlen den CMOs, die eigene Rolle als "Vermittler" zu interpretieren. Sie sollten die Bedeutung des Marketings intern besser erklären und so daran arbeiten, Skeptiker auf ihre Seite zu ziehen. Helfen könnten dabei Analysen und Kennzahlen, die den Einfluss der Marketingausgaben belegen. Zudem könne das Ansehen bei Finanzchefs steigen, wenn die Marketer ihre Sprache sprechen. Befragt wurden für die Studie mehr als 200 Führungskräfte globaler Konzerne auf Geschäftsführungsebene, zusätzlich wurden 60 Tiefeninterviews geführt.

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