Top-Manager Lidl tauscht erneut den US-Chef aus

von Manfred Stockburger
Dienstag, 20. April 2021
Lidl USA bekommt mit Michal Lagunionek erneut einen neuen Chef.
Lidl USA / David Keith
Lidl USA bekommt mit Michal Lagunionek erneut einen neuen Chef.
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Lidl tauscht erneut den US-Chef aus
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Lidl USA bekommt erneut einen neuen Landeschef. Auf Johannes Fieber folgt Michal Lagunionek. Der langjährige Chef von Lidl Polen gehört seit 2015 dem Vorstand des Schwarz-Discounters an.
 

Die Zeit der Doppelspitze bei Lidl USA ist endgültig vorbei: Der für das Land zuständige Vorstand übernimmt nun auch die operative Verantwortung als Länderchef. Johannes Fieber, der diese Rolle auch schon unter Lagunioneks Vorgänger Roman Heini innehatte, verlässt das Unternehmen – auf eigenen Wunsch, wie es heißt. Der Neue bringt 20 Jahre Lidl-Erfahrung mit: Ein Jahrzehnt verantwortete der Manager den Aufbau des Geschäfts in Polen als Geschäftsleitungsvorsitzender. In den vergangenen sechs Jahren war er als Mitglied des Vorstandes von Lidl International für die strategische Ausrichtung zahlreicher Landesgesellschaften verantwortlich, seit dem vergangenen Sommer für die USA.

Michal Lagunionek soll mit seiner umfassenden Erfahrung als Vorstand ab Juni die Marktentwicklung in den USA aktiv vorantreiben, heißt es. Lidl möchte damit ein starkes Signal hinsichtlich der Marktstrategie in den Vereinigten Staaten geben. Aktuell betreibt das Unternehmen in neun Bundesstaaten an der Ostküste 140 Filialen sowie 3 Lager und beschäftigt rund 6000 Mitarbeiter.

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Lidl hatte das Spitzenpersonal in den USA schon mehrfach ausgetauscht. Zuletzt war im vergangenen Sommer der frühere Aldi-Spitzenmann Roman Heini ausgeschieden, der inzwischen Woolworth in Unna leitet. Davor waren im Lidl-Vorstand schon Michael Aranda, Daniel Marasch und Patrick Kaudewitz für das US-Geschäft zuständig gewesen. Nur Aranda gehört dem Gremium noch an. 

Johannes Fieber war im Sommer 2018 aus Schweden in die USA geschickt worden, um den Markteintritt, der in der Neckarsulmer Zentrale auf wenig Wohlgefallen gestoßen war, wieder aufs Gleis zu bringen. Sein Vorgänger Brendan Proctor war von Lidl Irland in die USA entsendet worden. Den Machtkampf mit Roman Heini hatte Fieber im vergangenen Jahr noch gewinnen können. Jetzt ist auch seine Zeit abgelaufen.

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